Am 29. Mai erlebten die Schülerinnen und Schüler der 2. und 4. HAK-Klassen aus Oberwart einen aufregenden Tag in Wien. Die Exkursion begann im Unteren Belvedere, wo die Gruppe die Sonderausstellung „Ferdinand Georg Waldmüller. Nach der Natur gemalt“ besuchte. Die Werke des berühmten Malers, bekannt für seine eindrucksvollen Landschaften und Porträts, boten den Schülern einen faszinierenden Einblick in die Kunstgeschichte. Dabei durften sie sogar selbst kreativ werden und Postkarten gestalten – was für eine tolle Möglichkeit, die Eindrücke festzuhalten!

Nach dem kulturellen Auftakt im Belvedere ging es weiter zum MAK – Museum für angewandte Kunst. Hier wurde die Entwicklung der Wohnkultur in vier Gruppen erkundet. Die thematische Reise reichte vom Biedermeier bis zum faszinierenden Design der Jahrhundertwende (Wien 1900). Besonders beeindruckend waren die Thonet-Bugholzmöbel und die stilvollen Jugendstil-Objekte, die die Schüler in Staunen versetzten. Ziel der Exkursion war es, Geschichte und Design lebendig zu machen, und das ist den Lehrenden und den Ausstellungsmeistern wirklich gelungen.

Ein Blick hinter die Kulissen der Wohnkultur

Das MAK bietet eine umfangreiche Sammlung, die sich auf die Wohnkultur des Wiener Bürgertums konzentriert. Die beeindruckende Möbelsammlung dokumentiert, wie die Menschen im 19. und 20. Jahrhundert lebten. Dazu gehören nicht nur liebevoll gestaltete Zimmerbilder und Entwürfe für Zimmermalereien, sondern auch Möbelzeichnungen und -kataloge. Die Schüler konnten sich in die Welt der Gebrauchsgegenstände der angewandten Kunst hineinversetzen und die Vielfalt der damaligen Wohnkultur hautnah erleben.

Ein Highlight der Sammlung sind die Tischlerarbeiten aus Biedermeier und Historismus sowie industriell gefertigte Bugholzmöbel, die von der Firma Thonet und anderen Wiener Konkurrenten stammen. Ebenso spannend sind die Arbeiten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die zeigen, wie sich der Stil im Laufe der Zeit verändert hat. Einige der Möbelstücke stammen sogar aus dem Besitz berühmter Wiener Kunst- und Kulturschaffender wie Rudolf von Alt oder Hugo von Hofmannsthal. Solche historischen Verbindungen machen die Exkursion besonders lebendig.

Ein unvergessliches Erlebnis

Die vier Period Rooms im Museum sind ein echter Schatz. Sie ermöglichen es den Besuchern, das Wohngefühl vergangener Zeiten nachzuvollziehen. Besonders das älteste Objekt – die Wohnung des österreichischen Dramatikers Franz Grillparzer aus dem Jahr 1849 – zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Die Übernahme des Interieurs durch die Stadt Wien im Jahr 1878 legte den Grundstein für den Möbelbestand des Museums und sorgt dafür, dass diese einzigartigen Stücke für die Nachwelt erhalten bleiben.

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Die Exkursion war nicht nur lehrreich, sondern auch eine tolle Möglichkeit für die Schüler, gemeinsam neue Erfahrungen zu sammeln. Ein Tag voller Kunst und Design, der sicherlich in guter Erinnerung bleiben wird. Die Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart, die die Schüler dort erleben durften, ist unbezahlbar und trägt dazu bei, das Bewusstsein für kulturelle Werte zu stärken.

Ein großes Dankeschön an die Lehrenden, die diesen Tag organisiert haben und an die Ausstellungsleiter, die mit ihrem Wissen und ihrer Begeisterung das Interesse der Schüler geweckt haben. Ein wirklich gelungener Ausflug!

Für weitere Informationen über die Ausstellungen und Sammlungen im MAK und die Wohnkultur in Wien lohnt sich ein Blick auf die Seite Wien Museum. Dort können Interessierte mehr über die faszinierende Welt der Möbeldesigns und deren Bedeutung erfahren.