Kunst und Gemeinschaft: HNRX verwandelt Polizeistation in Virgen
In Virgen, einem kleinen Ort in Tirol, hat der Urban-Art-Künstler Maximilian Prantl, besser bekannt als HNRX, die ehemalige Polizeistation in ein farbenfrohes Kunstwerk verwandelt. Dieses Projekt fand am zweiten Juliwochenende statt und markiert die Rückkehr des Künstlers nach mehreren Jahren in Deutschland und Wien in seine Heimat. HNRX hat sich mit der Initiative „Stadt Land Wand“ das Ziel gesetzt, triste Fassaden und andere unattraktive Orte in sieben Tiroler Gemeinden zu beleben. Das Motto „Tirol – wo man sich was traut und einem was zugetraut wird“ spiegelt seine Vision wider, moderne Kunst nicht nur in großen Städten, sondern auch in ländlichen Gebieten zu fördern. Virgen wurde bewusst als Standort ausgewählt, obwohl viele Gemeinden aus Tirol ihr Interesse bekundet hatten.
Das alte Gendarmeriegebäude, das zuvor leer stand, erstrahlt nun in einem bunten Farbenspiel und beherbergt den Verein Gemeinsam Bunt Virgen. Dieser Verein ist nicht nur ein Ort für Kultur und Austausch, sondern auch ein Raum für Vernetzung mit einem klaren Fokus auf Gemeinwohl und nachhaltige Prinzipien. Das Programm des Vereins umfasst auch ein Kinderprogramm, was ihn besonders attraktiv für Familien macht. Ursprünglich waren die Mitglieder des Vereins skeptisch gegenüber dem Kunstwerk, doch jetzt sehen sie es als Chance, das Haus und seine Angebote bekannter zu machen. HNRX hatte bereits im März mit den Einheimischen Kontakt aufgenommen, um Eindrücke zu sammeln, bevor er mit seiner kreativen Arbeit begann. Virgen ist der erste Stopp von HNRX auf seiner Reise durch die Tiroler Gemeinden.
Weitere Gemeinden und ein gemeinsames Ziel
Das Kunstprojekt wird begleitet von weiteren Gemeinden, die Teil der Initiative sind: Imst, Inzing, Fieberbrunn, Kematen, Going und Hallein (Salzburg). HNRX möchte mit seiner Kunst die Menschen zusammenbringen und den ländlichen Raum aufwerten. Es ist spannend zu beobachten, wie kreative Projekte wie dieses nicht nur die Umgebung verschönern, sondern auch den sozialen Zusammenhalt fördern können. Kunst wird so zu einem Bindeglied zwischen den Bewohnern und der Natur, die sie umgibt.
Ein Zeichen der Gemeinschaft im Großarltal
Ein weiteres Beispiel für das Engagement in Tirol ist die Veranstaltung „Der Lange Tisch“ im Großarltal, die am Sonntag, den 13. Juli 2025, stattfinden wird. Ab 16:00 Uhr gibt es ein Come Together, gefolgt von einem gemeinsamen Essen um 17:00 Uhr. Diese Veranstaltung ist Teil der kunstroas und hat das Ziel, Begegnungen zwischen Bewohner*innen, Arbeitenden und Gästen zu fördern. Die Idee ist, einen Radweg für einen Abend in einen sozialen und kulturellen Raum zu verwandeln. Teilnehmer sind eingeladen, etwas zu essen mitzubringen und Zeit für gute Gespräche einzuplanen. Initiator Lorenz Prommegger betont, dass diese Veranstaltung ein Symbol für Miteinander im Tal sein soll. Die Anmeldung erfolgt über eine E-Mail, bei der auch die mitgebrachten Speisen angegeben werden müssen, die dann zu einem gemeinsamen Menü zusammengestellt werden.
Solche Initiativen zeigen, dass Kunst und Gemeinschaft nicht nur in Städten, sondern auch in ländlichen Regionen einen Platz haben. Vielleicht wird das bunte Haus in Virgen ja der Auftakt für viele weitere kreative Projekte, die das ländliche Leben bereichern.
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