Ein E-Bike-Unfall hat am 8. Oktober 2026 in Großklein, Bezirk Leibnitz, für Aufregung gesorgt. Ein 63-jähriger Mann aus Oberösterreich, der Teil einer Radgruppe war, hat sich während einer Fahrt auf einer steilen Gemeindestraße in Richtung Gamlitz schwer verletzt. Es war gegen 16:00 Uhr, als der Unfallpassierte. Der Radler befand sich in einem Waldstück mit starkem Anstieg, als er entschied, den E-Bike-Antrieb in einen niedrigeren Gang zu schalten. Das führte dazu, dass das Vorderrad anhob und er das Gleichgewicht verlor – ein klassischer „Wheelie“, der fatale Folgen hatte.

Der Sturz war heftig, und der Mann zog sich vermutlich eine schwere Verletzung am linken Unterschenkel zu. Nach einer Erstversorgung durch ein Rettungsteam und einen Notarzt wurde er ins Landeskrankenhaus Wagna transportiert. Solche Unfälle sind leider keine Seltenheit, vor allem nicht in Zeiten, in denen E-Bikes immer beliebter werden.

Der E-Bike-Boom und seine Schattenseiten

Die steigende Nutzung von E-Bikes hat in den letzten Jahren in Deutschland und auch in Österreich zu einem Anstieg der Unfälle geführt. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Während die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland seit 2015 um 18,4 Prozent gesunken ist, ist die Zahl der getöteten Fahrrad- und E-Bike-Fahrer um mehr als 20 Prozent gestiegen. Im Jahr 2022 verloren 462 Radfahrer:innen ihr Leben im Straßenverkehr, darunter 217 E-Bike-Fahrer. Besonders alarmierend ist der Anstieg der verletzten Pedelec-Fahrer:innen, der um 872 Prozent zugenommen hat – fast eine Verzehnfachung!

Die Gründe dafür sind vielfältig. Höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten und schnellere Beschleunigungen von Pedelecs spielen dabei eine große Rolle. Und auch die Altersstruktur ist nicht zu vernachlässigen: E-Bikes werden überdurchschnittlich häufig von älteren Menschen genutzt, die ein höheres Verletzungsrisiko haben. Das zeigt sich auch beim Unfall in Großklein – der 63-jährige Mann gehört genau zu dieser Risikogruppe.

Ein erschreckendes Bild

Ein Blick auf die aktuellen Statistiken offenbart noch mehr besorgniserregende Details. 61,5 Prozent der tödlich verunglückten Radfahrenden sind 65 Jahre oder älter. Zudem hatten 66,5 Prozent der Fahrradunfälle mit Personenschaden weitere Verkehrsteilnehmende involviert, wobei Autos die häufigsten Unfallgegner sind. Im Jahr 2025 starben 462 Radfahrer, darunter 217 Pedelec-Nutzende, was einen Anstieg um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Im Vergleich zu 2015 ist die Zahl der getöteten Radfahrenden um 20,6 Prozent gestiegen.

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Das macht betroffen, wenn man bedenkt, wie sehr sich die Verkehrssituation in den letzten Jahren verändert hat. Oft sind Radfahrende selbst in Unfälle verwickelt, wobei sie in 28,6 Prozent der Fälle die Hauptschuld tragen. Besonders kritisch wird es, wenn es zu Kollisionen mit Fußgängern oder Autos kommt. Diese Statistiken werfen ein Licht auf die Herausforderungen, die Radfahrende, insbesondere Pedelec-Nutzende, im Straßenverkehr bewältigen müssen.

Der Unfall in Großklein ist ein weiteres Beispiel dafür, dass trotz des E-Bike-Booms Vorsicht geboten ist. Ob beim gemütlichen Radeln durch die Natur oder auf den Straßen – Sicherheit sollte stets an erster Stelle stehen. Wir wünschen dem verletzten Radler eine schnelle Genesung und hoffen, dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können.