Regentropfen und Lebensfreude: Inklusion beim Bogenschießen in Leibnitz
Am 21. September 2026 war in Leibnitz die Freude am Bogenschießen unübersehbar. Trotz des unablässigen Regens, der über den Trainingsgelände in Kaindorf an der Sulm niederprasselte, versammelten sich 35 Teilnehmer aus verschiedenen Einrichtungen, um gemeinsam mit den „Traditionellen Bogenschützen Leibnitz“ ein inklusives Erlebnis zu genießen. Wer hätte gedacht, dass die Lebensfreude der Teilnehmer so stark ist, dass sie durch nichts, selbst nicht durch die Tropfen des Dauerregens, gestoppt werden kann!
Die Veranstaltung richtete sich an Menschen mit Beeinträchtigung und bot ein tolles Programm. Die Teilnehmer wurden in sechs Gruppen aufgeteilt, und jede Gruppe hatte die Möglichkeit, in einer 60-minütigen Einheit das Bogenschießen auszuprobieren. Ein qualifiziertes Trainerteam und engagierte Helfer standen den Schützen zur Seite, um sie bei der Sicherheitsunterweisung und der praktischen Einführung in die Bogentechnik zu unterstützen. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Fingerspitzengefühl und Konzentration die Teilnehmer beim Schießen zeigten.
Erfolgserlebnisse und Weiterführende Begeisterung
Nach den zwei Tagen gab es nur Positives zu berichten. Viele Teilnehmer konnten persönliche Erfolgserlebnisse verbuchen, was sie dazu ermutigte, Interesse an weiterem Bogensport zu zeigen. Einige äußerten den Wunsch, Mitglied im Verein zu werden. Obmann Fritz Kraxner nutzte die Gelegenheit, um ein Inklusionsturnier am 3. Oktober einzuladen – eine tolle Chance, die neu gewonnenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen!
Doch das war nicht die einzige Veranstaltung im September, die sich mit Inklusion im Bogensport beschäftigte. Am 5. September 2026 fand in Wien eine Fortbildung zum Thema Neurodiversität im Bogensport statt. Die Veranstaltung, die von 9 bis 17 Uhr am Claudia-Heill-Weg 4 stattfand, hatte das Ziel, Trainerinnen und Trainer im Umgang mit Menschen zu schulen, die Informationen anders verarbeiten oder andere Kommunikationsformen benötigen. Enikö Bodor, die die Fortbildung leitete, brachte nicht nur ihre pädagogische Kompetenz, sondern auch ihre Erfahrung im Para-Bogensport mit. Es ist wichtig, dass Trainer die individuellen Bedürfnisse ihrer Schützlinge erkennen und die Kommunikation entsprechend anpassen.
Schlussfolgerungen für die Zukunft
Mit einem Fokus auf die Vielfalt menschlicher Gehirne und unterschiedliche Wahrnehmungs- und Verarbeitungsweisen war die Fortbildung ein wichtiger Schritt in Richtung Inklusion im Sport. Trainer berichteten von interessanten Diskussionen und neuen Erkenntnissen, die ihre Perspektiven erweiterten. Durch praxisnahe Tools und Methoden wurde das Wissen vertieft, um ein neuroinklusives Umfeld zu schaffen – eine echte Bereicherung für alle Beteiligten.
Der Wiener Bogensportverband hat mit dieser Fortbildungsreihe gezeigt, wie wichtig eine Schulung im Bereich Para-Archery ist. Nur so kann „Sport für alle“ Wirklichkeit werden. Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft noch mehr Trainer aus verschiedenen Vereinen an solchen Veranstaltungen teilnehmen, um gemeinsam die Barrieren im Sport abzubauen. Ein Dank geht an alle, die diese Initiativen möglich gemacht haben!
