Seitlicher Zusammenstoß auf B100 bei Dölsach fordert drei Verletzte
Am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, ist es gegen 10.30 Uhr auf der B100 in Görtschach, Gemeinde Dölsach, zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden gekommen. Der Unfall ereignete sich bei Straßenkilometer 100,0.
Eine 76-jährige Italienerin wollte mit ihrem Pkw von einem Parkplatz nach links auf die Bundesstraße einbiegen und in Richtung Lienz weiterfahren. Gleichzeitig war ein 58-jähriger Kroate mit seiner 53-jährigen Ehefrau auf der B100 in Richtung Kärnten unterwegs. Beim Einbiegen kam es laut Polizei zu einem seitlichen Zusammenstoß.
Drei Verletzte ins Krankenhaus gebracht
Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge in die jeweils gegenüberliegenden Straßengräben geschleudert. Nachkommende Verkehrsteilnehmer hielten an, leisteten Erste Hilfe und verständigten die Einsatzkräfte.
Das kroatische Ehepaar erlitt leichte Verletzungen. Die 76-jährige Italienerin wurde schwer verletzt. Alle drei Unfallbeteiligten wurden nach der Erstversorgung in das Bezirkskrankenhaus Lienz gebracht.
Beide erheblich beschädigten Pkw mussten abgeschleppt werden. Im Einsatz standen sechs Rettungskräfte mit zwei Einsatzfahrzeugen sowie zwei Beamte der Polizeiinspektion Lienz mit einem Streifenfahrzeug.
397 Verkehrstote im Jahr 2025
Der Unfall in Görtschach reiht sich in die österreichische Verkehrsunfallstatistik ein, ohne dass über seine Ursache bereits mehr bekannt wäre als der dokumentierte seitliche Zusammenstoß. Nach den am 2. Jänner 2026 aktualisierten Zahlen des Innenministeriums starben 2025 auf Österreichs Straßen 397 Menschen. Das waren 46 mehr als 2024, als 351 Verkehrstote registriert wurden – ein Anstieg um 13,1 Prozent. Die Zahl lag etwa auf dem Niveau von 2023 mit 402 Todesopfern und war die fünftniedrigste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950.
Nur 2020 bis 2022 sowie 2024 wurden jeweils weniger als 400 Verkehrstote verzeichnet. Den Höchststand gab es 1972 mit 2.948 Todesopfern. Die 397 Toten aus dem Jahr 2025 entsprechen damit weniger als einem Siebtel dieses Wertes. Gleichzeitig stieg die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge von 2,5 Millionen auf 7,4 Millionen.
In Kärnten kamen 2025 insgesamt 35 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, nach 30 im Jahr 2024. In Tirol waren es 44, nach 32 im Vorjahr. Österreichweit entfielen 164 Todesopfer auf Pkw-Insassen, 81 auf Motorradfahrer – darunter 22 mit Leichtmotorrädern –, 65 auf Radfahrer, davon 31 mit E-Bikes, und 53 auf Fußgänger. Außerdem starben elf Lkw-Insassen, darunter neun in Klein-Lkw, acht Lenker von Zug- und Arbeitsmaschinen, sieben Mopedfahrer, sechs E-Scooter-Lenker und zwei sonstige Verkehrsbeteiligte.
Unachtsamkeit häufigste Ursache
Die Zahl der getöteten Radfahrer und E-Bike-Lenker verdoppelte sich gegenüber 2024 von 32 auf 65. Das war langfristig der höchste Wert seit 2002, als 80 getötete Radfahrer gezählt wurden. Dazu fanden 2025 vermehrt straßenpolizeiliche Schwerpunktaktionen statt.
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen wurde Unachtsamkeit oder Ablenkung mit 30,5 Prozent am häufigsten als Ursache genannt. Nicht angepasste Geschwindigkeit folgte mit 25,3 Prozent, Vorrangverletzungen mit 16,6 Prozent. Fehlverhalten von Fußgängern machte 6,3 Prozent aus, gesundheitliche Beeinträchtigungen 4,5 Prozent, die Missachtung von Geboten oder Verboten 3,9 Prozent und Überholen 3,7 Prozent. Sonstige Ursachen standen für 2,4 Prozent. Bei 26 Unfällen, also 6,8 Prozent, waren Alkohol, Drogen oder Medikamente beteiligt.
Gegenüber 2024 gab es bei den wichtigsten Ursachen leichte Anstiege. Rückgänge wurden bei Überholvorgängen, Alkohol, Drogen oder Medikamenten sowie bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen verzeichnet. 149 von 381 tödlichen Unfällen, das waren 39,1 Prozent, waren Alleinunfälle mit nur einem beteiligten Fahrzeug.
Mehr Opfer im Freiland als im Ortsgebiet
Auf Autobahnen und Schnellstraßen starben 45 Menschen, entsprechend 11,3 Prozent aller Verkehrstoten; 2024 waren es dort 32. Die meisten Todesopfer gab es auf ehemaligen Bundesstraßen mit 147, gefolgt von Landesstraßen mit 114 und sonstigen Straßen mit 91. Im Freiland kamen 294 Menschen ums Leben, also 74,1 Prozent. Im Ortsgebiet waren es 103 oder 25,9 Prozent.
Acht Kinder bis 14 Jahre starben 2025 im Straßenverkehr. Unter ihnen waren drei Radfahrer, je zwei Fußgänger und Pkw-Insassen sowie ein E-Scooter-Fahrer. 2024 starben vier Kinder, 2023 sieben. Ein siebenjähriges Kind kam bei einem Schulwegunfall ums Leben.
Der schwerste Unfall des Jahres ereignete sich am 1. April auf der A2 Südautobahn im Bezirk Neunkirchen: Ein Pkw prallte auf einen Sattelzug, fünf weibliche Pkw-Insassen aus der Ukraine starben.
Zum Vergleich: 1983 wurden 1.967 Verkehrstote gezählt, 1990 waren es 1.558, im Jahr 2000 976 und 2010 noch 552. Für 2015 weist die Statistik 479 Tote aus, für 2020 344, für 2021 362, für 2022 370, für 2023 402, für 2024 351 und für 2025 397.
