Das Spiel vom Hl. Blasius und dem Admonter Bibliotheksteufel: Ein kulturelles Spektakel im Stift Admont
Heute ist der 10.10.2026 und die Vorfreude auf ein ganz besonderes Event steigt: Am 20. November 2026 wird im Stiftskellerhof des Benediktinerstifts Admont die Uraufführung von „Das Spiel vom Hl. Blasius und dem Admonter Bibliotheksteufel“ stattfinden. Diese Veranstaltung, die von Aigner Erzteufel organisiert wird, verspricht eine spannende Begegnung zwischen dem Heiligen Blasius und dem ominösen Bibliotheksteufel. Die Vorstellung beginnt um 18 Uhr und wird sicherlich viele Besucher anziehen, die sich für regionale Kultur und Brauchtum interessieren.
Der Heilige Blasius, als Schutzpatron des Admonter Klosters bekannt, hat eine bewegte Geschichte. Im 3. Jahrhundert lebte er und wurde als Bischof von Sebaste, der damaligen Hauptstadt der römischen Provinz Kleinarmenien, verehrt. Blasius gilt als Märtyrer; er wurde während einer Christenverfolgung im Römischen Reich getötet, weil er sich weigerte, den römischen Göttern zu huldigen. Man erzählt sich, dass er durch seine Heilungen, wie die Rettung eines Mannes vor dem Ersticken an einer Fischgräte, zu einem der Vierzehn Nothelfer in der katholischen und orthodoxen Kirche wurde.
Ein Spiel mit Tiefgang
In der Inszenierung wird der Teufel, dargestellt von einer Figur des Bildhauers Josef Stammel, mit einem Sündenbuch ausgestattet, auf der Suche nach menschlichen Fehlern. Doch der Heilige Blasius konfrontiert ihn mit Weisheit und Menschlichkeit. Diese spannende Auseinandersetzung wird durch Elemente aus der Sagenwelt des Gesäuses und Geschichten rund um das Stift Admont ergänzt. So erfahren die Zuschauer von der Teufelskirche, dem versteinerter Schneider und dem Amtmanngalgen – eine Mischung, die sowohl schaurig als auch humorvoll ist.
Die Inszenierung wird musikalisch unterlegt und durch Fanfaren, Glockenklänge sowie eindrucksvolle Lichteffekte bereichert. Die Themen der Veranstaltung sind universell: Zusammenhalt, Menschlichkeit, Vergebung und die Hoffnung auf das Gute. Und nach dem Spektakel wird es eine ganz besondere Tradition geben: die Verteilung von Krampussackerln, die das Brauchtum lebendig halten.
Der Blasiussegen
Eine interessante Verbindung gibt es auch zu dem traditionellen Blasiussegen, der am 3. Februar, dem Gedenktag des heiligen Blasius, in vielen Kirchen gespendet wird. Bei diesem Brauch halten Priester zwei gekreuzte, brennende Kerzen an den Hals der Gläubigen und bitten um Schutz vor Halskrankheiten und allem Bösen. Man sagt, dass diese Segnung auf die Legende zurückgeht, in der Blasius einem Kind half, das an einer Fischgräte erstickte. Diese Tradition hat sich seit dem 17. Jahrhundert gehalten und wird von vielen Menschen geschätzt, die sich an ihre Kindheitserinnerungen zurückerinnern.
Die Uraufführung des Spiels im Benediktinerstift Admont wird also nicht nur ein kulturelles Ereignis sein, sondern auch eine Hommage an die Traditionen und die Geschichte der Region. Wer sich für Brauchtum interessiert, darf sich das nicht entgehen lassen!
