Dramatische Rettungsaktion am Tressenstein: Bergretter in nächtlichem Einsatz für vermisste Wanderin
Heute ist der 27. September 2026, und was sich in der Nacht von Freitag auf Samstag am Tressenstein in der Gemeinde Stainach-Pürgg abgespielt hat, ist wirklich bemerkenswert. Die Bergrettung Stainach wurde am Freitag, dem 25. September, um 21:30 Uhr von der Landeswarnzentrale alarmiert. Eine Frau war beim Abstieg zur Grimminghütte vom Weg abgekommen und galt als vermisst. Ihr Begleiter konnte sie nicht mehr erreichen, also wurde der Alpinnotruf abgesetzt. Ein dramatischer Abend lag vor den Einsatzkräften.
Die Koordination der Suche begann in enger Zusammenarbeit mit der Alpinpolizei. Unterstützung kam von den Einsatzteams der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Steiermark. Um die vermisste Person zu lokalisieren, wurde sogar ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera angefordert, ergänzt von einer Drohne des Bereichsfeuerwehrverbandes. Inmitten von dichtem Latschenfeld und gefährlichem Gelände war die Sicht nicht gerade ideal. Schließlich konnte der Hubschrauber die Frau in steilem und felsdurchsetztem Terrain finden – das war der erste Lichtblick in dieser angespannten Situation.
Herausforderung und Rettung
Ein Bergretter wurde 40 Meter zur vermissten Person abgeseilt, um sie zu sichern und mit warmer Kleidung zu versorgen. Eine bodengebundene Rettung war aufgrund des schwierigen Geländes nicht möglich. Daher wurde der ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 14 mit einer Winde zur nächtlichen Bergung angefordert. Hier war präzise Abstimmung zwischen der Hubschraubercrew und den Bergrettern gefragt – ein echter Kraftakt, der alle Beteiligten forderte.
Glücklicherweise verlief die Bergung erfolgreich. Die vermisste Frau war zwar in einem schwierigen Gelände, aber unverletzt. Der Rückweg der Bergretter führte durch die dichten Latschenfelder und das steile Gelände – und das alles bei Dunkelheit. Ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen werden. Um etwa 3 Uhr am Samstagmorgen kehrten die letzten Einsatzkräfte zur Einsatzzentrale nach Trautenfels zurück, erschöpft, aber glücklich über den gelungenen Einsatz.
Dank und wichtige Hinweise
Dank gebührt der Polizei, den Notarzthubschrauber-Crews sowie den Feuerwehren Zauchen und Wörschachwald für die hervorragende Zusammenarbeit. Ein echtes Teamwork, das in solchen Momenten mehr als wichtig ist! Die Bergrettung weist darauf hin, wie entscheidend eine sorgfältige Planung von Touren ist. Schließlich kann so etwas wie die vermisste Person jeden von uns treffen. Im Ernstfall sollte man sich der Notrufnummern bewusst sein: In Österreich wählt man 140 für den Alpin-Notruf, und in ganz Europa lautet die gebührenfreie Notrufnummer 112.
Ein kleiner Tipp für alle, die sich in die Berge wagen: Wenn das Handy keinen Empfang hat, einfach mal ausschalten und neu starten. Manchmal hilft’s! Und wenn man ein alpines Notsignal hört – das sind sechs Zeichen innerhalb einer Minute, gefolgt von einem kurzen Intervall – sofort den Bergrettungsdienst verständigen! Es könnte der entscheidende Anruf sein, der Leben rettet.
Die Bergrettung und die Alpinpolizei stehen in ständiger Bereitschaft, um in Notfällen zu helfen. Daher ist es nicht nur wichtig, die Notrufnummern zu kennen, sondern auch, sich vor einer Wanderung in den Bergen über aktuelle Begebenheiten sowie Wegsperrungen zu informieren. Informationen über das Bergwetter oder die Lawinenlage kann man beispielsweise beim DAV (Deutscher Alpenverein) oder OeAV (Österreichischer Alpenverein) einholen. Denn Sicherheit geht vor – das gilt in den Bergen und im Alltag!
