Rasante Flucht unter Alkoholeinfluss: Polizei in Liezen im Dauereinsatz
Im Bezirk Liezen kam es am 1. September 2026 zu einer waghalsigen Verfolgungsjagd, die die Polizei in Atem hielt. Kurz nach 22:15 Uhr erhielt die Polizei Meldungen über einen mutmaßlich alkoholisierten Fahrer, der in Weißenbach unterwegs war. Als die Beamten den Pkw entdeckten und eine Verkehrskontrolle durchführen wollten, hielt der Fahrer zunächst an. Doch dann geschah das Unerwartete: Er gab Vollgas und flüchtete mit atemberaubenden Geschwindigkeiten.
Durch die engen Straßen von Weißenbach raste der flüchtige Fahrer mit 120 bis 130 km/h, was für die dortigen Verhältnisse schon ziemlich rasant ist. Doch das sollte nicht alles gewesen sein. Auf der B320 in Richtung Stainach schoss er mit bis zu 180 km/h davon, überholte riskant und setzte damit nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das der anderen Verkehrsteilnehmer aufs Spiel. In einem Moment der Unachtsamkeit bog der Fahrer in Wörschach von der Bundesstraße ab, was den Polizisten die Möglichkeit nahm, ihn sofort zu stoppen.
Ermittlungen und Fahndung
Die Polizeiinspektion Stainach konnte den Fahrer, einen 27-jährigen Mann aus dem Bezirk Liezen, bislang nicht ausfindig machen. Noch in derselben Nacht fanden die Beamten das Fluchtfahrzeug an der Wohnadresse der Mutter des Verdächtigen in Irdning. Zeugenaussagen halfen dabei, den Mann zu identifizieren, jedoch blieb er unerreichbar. Gegen ihn wird nun wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit ermittelt, und die Verkehrsübertretungen werden der Bezirkshauptmannschaft Liezen angezeigt.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren des Fahrens unter Alkohol. In Österreich liegt die Promillegrenze für Autofahrer bei 0,5. Bei einem ersten Verstoß drohen Bußgelder von 500 Euro und ein Monat Fahrverbot. Bei höheren Promillewerten wird es richtig heftig – ab 1,1 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig. Die Polizei hat im Rahmen von Kontrollen, die vom 15. bis 21. Juni 2026 stattfanden, die Aufmerksamkeit auf Alkohol und Drogen im Straßenverkehr gelenkt. Es ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch der Verantwortung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern.
Fazit und Ausblick
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Hinweise können direkt an die Polizeiinspektion Stainach unter 059133/6357 gegeben werden. Es bleibt zu hoffen, dass der geflüchtete Fahrer bald gefasst wird und die Verantwortlichen für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden. Solche Episoden sind nicht nur ein Risiko für den Fahrer selbst, sondern gefährden auch die Sicherheit von uns allen auf den Straßen.
