In Altenmarkt, einem kleinen, charmanten Ort in der Nähe von Melk, haben sich zwei Grasfrösche ein ganz besonderes Plätzchen gesucht – und zwar auf der Terrasse von Frau Susanne Rath. Dort, zwischen bunten Blumentöpfen und am Stiegenaufgang, machen die beiden Frösche es sich gemütlich. Wo sonst Menschen vorbeischlendern, haben die beiden quakenden Untermieter ein kleines Reich für sich entdeckt. Frau Rath hat sogar ein Hinweisschild aufgestellt, um ihre Gäste auf die Frösche aufmerksam zu machen und deren Ruhe zu schützen. Das geht natürlich über das bloße Vergnügen hinaus – schließlich sind diese Amphibien auf Feuchtigkeit angewiesen und suchen an heißen Tagen schattige, kühle Plätze.

Das Froschpaar – der Grasfrosch trägt den wissenschaftlichen Namen Rana temporaria – zeigt sich dabei wenig beeindruckt von den Menschen um sie herum. Sie hüpfen munter zwischen den Blumentöpfen hin und her. Frau Rath erzählt von ihren überraschenden Begegnungen, etwa als ein Frosch plötzlich aus einer Gießkanne sprang. Ein kleiner Schreckmoment, der aber schnell in Lachen umschlug.

Lebensweise und Lebensraum der Grasfrösche

Grasfrösche sind besonders nachtaktiv und verbringen die Tage in kühlen Verstecken. Sie sind flinke Jäger und schnappen sich abends gerne Käfer, Heuschrecken, Spinnen und Asseln, die sich in der Umgebung der Terrasse tummeln. So finden die Frösche auch in der Nähe von Frau Rath ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, machen sich die Frösche auf den Weg zu ihren Laichgewässern, um Quartiere für die Winterstarre zu suchen. Dabei können sie bis zu 100 Gramm wiegen und eine Größe von bis zu 10 cm erreichen.

Wenn man die Frösche beobachtet, wird schnell klar, dass sie nicht nur süß aussehen, sondern auch eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Ihre Lebensräume sind vielfältig: Sie fühlen sich in Wäldern, Gärten, Parks und Mooren wohl, bevorzugen jedoch die Nähe zu Gewässern, wo sie sich fortpflanzen. Bei der Fortpflanzung legen die Weibchen 700 bis 4500 Eier in Laichballen ab, und die Larven schlüpfen abhängig von der Temperatur nach wenigen Tagen bis Wochen. Die Entwicklung zum fertigen Grasfrosch dauert etwa 10 bis 12 Wochen.

Gefahren und Schutzstatus

Doch nicht alles ist rosig für die kleinen Quaker. Ihre Fortpflanzung ist gefährdet durch Umweltverschmutzung und die Zerstörung ihrer Lebensräume. Zu viel Gülle, Dünger und andere Schadstoffe können die Larvenentwicklung erheblich schädigen. Zudem ist das Überqueren von Straßen nachts für viele Grasfrösche ein großes Risiko. Sie sind zwar weit verbreitet, von der Nord- und Ostseeküste bis in die Alpen, doch ihre Bestände sind durch verschiedene Faktoren gefährdet. Aus diesem Grund sind sie in Deutschland besonders geschützt – ein Fangen, Verletzen oder Töten dieser Tiere ist verboten.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Frau Rath hofft inständig, dass ihre beiden gefiederten Freunde auch im nächsten Sommer zurückkehren. Bis dahin wird sie weiterhin die kleinen Besucher auf ihrer Terrasse beobachten, die mit ihren quirlig-anmutigen Bewegungen und dem unverwechselbaren Quaken das Bild von Altenmarkt ein weiteres Stück bunter machen.