Jazzzauber im Schlosskeller: Ein unvergesslicher Abend voller Melodien und Freundschaft
Am 24. September 2026 war der Schlosskeller in Staatz der Ort, an dem Jazzliebhaber auf ihre Kosten kamen. Ein Jazz-Quartett, das aus hochkarätigen Musikern bestand, sorgte für einen unvergesslichen Abend. Die Band setzte sich zusammen aus Johannes Grill an der Gitarre, Gerhard Bergauer am Schlagzeug, Christoph Rohrböck mit Saxophon und Klarinette sowie Daniel Muck, der Bass spielte und gelegentlich auch sang. Dieses Ensemble war Teil des beliebten Kultakomben-Dienstags, der regelmäßig die Region mit hochwertiger Musik versorgt.
Das Konzert begann mit dem Stück „Just Friends“, und von da an war die Stimmung im Schlosskeller einfach grandios. Die Musiker präsentierten eine Mischung aus Jazzklassikern und eigenen Kompositionen. Zu den gespielten Stücken gehörten unter anderem „Basin Street Blues“, „Autumn Leaves“ und „Bei mir bist du schön“. Daniel Muck ließ seine Stimme erklingen und begeisterte das Publikum mit seinen Gesangseinlagen. Auch Johannes Grill hatte einige funkige Neukompositionen im Gepäck, die für frischen Wind sorgten. Die Zuhörer waren sichtlich begeistert und belohnten die Darbietung mit kräftigem Applaus, der schließlich zu einer Zugabe führte. Den krönenden Abschluss bildete der österreichische Jazzklassiker „Mercy, Mercy, Mercy“ – ein Stück, das die Herzen der Anwesenden höher schlagen ließ.
Ein harmonisches Zusammenspiel
Die Verbindung zwischen den Musikern ist bemerkenswert. Christoph Rohrböck, Johannes Grill und Daniel Muck verbindet eine langjährige Freundschaft, die sich in ihrem Zusammenspiel widerspiegelt. Trotz individueller Projekte harmoniert das Quartett auf hohem musikalischen Niveau und zeigt, wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen im Jazz sind. Gerhard Bergauer unterstützt das Ensemble als Schlagzeuger und sorgt mit seinen Rhythmen für den nötigen Groove. Das Publikum spürte die Chemie auf der Bühne und ließ sich von der Energie mitreißen.
Jazz in Österreich – Ein lebendiges Erbe
Österreich hat sich über die Jahre zu einem echten Zentrum für improvisierte Musik entwickelt. Jazz, der ursprünglich in den 1920er-Jahren aus Amerika nach Europa kam, hat hier eine ganz eigene Blütezeit erlebt. Wien, als einer der Hotspots, spielt eine zentrale Rolle in der Szene und hat viele großartige Musiker hervorgebracht. Namen wie Hans Koller und Joe Zawinul sind nur einige derjenigen, die den österreichischen Jazz geprägt haben. Auch heute noch sind zahlreiche zeitgenössische Musiker aktiv, die verschiedene Stile von Swing bis Free Jazz vertreten.
Die Jazzszene ist in Österreich lebendig und offen für neue Entwicklungen. Wichtige Jazzclubs in Wien wie Porgy & Bess oder Jazzland sind regelmäßig Schauplatz großartiger Livemusik. Auch Festivals wie das INNtöne Jazzfestival oder das Jazzfestival Saalfelden ziehen Musikliebhaber aus nah und fern an.
In diesem Kontext war das Konzert vor dem Schlosskeller nicht nur ein Highlight für die Anwesenden, sondern auch ein weiteres Puzzlestück in der facettenreichen Landschaft des österreichischen Jazz. Es zeigte einmal mehr, wie lebendig und vielfältig diese Musikrichtung hierzulande ist.
