Sichere Schulen: Gemeinsam gegen Gewalt und für ein starkes Miteinander
Am 16. Oktober 2026 fand im Festsaal der HTL Mödling eine bedeutende Veranstaltung statt, die den Austausch zwischen Schulen und der Polizei im Bezirk Mödling zum Ziel hatte. Hier trafen sich Schulleitungen und Sicherheitsbeauftragte, um über die Sicherheit an Schulen zu diskutieren und die Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Polizei zu intensivieren. Bezirkskommandantin Oberst Gertraud Haselbacher und Major Dejan Jankovic, Leiter des Kriminalreferates, eröffneten die Veranstaltung und setzten damit einen wichtigen Impuls für die Sicherheit unserer Kinder.
Ein Highlight des Treffens war der Vortrag von Kontrollinspektor Dominik Laschober, der über sicherheitsrelevante Entwicklungen und die Kriminalität an Schulen im laufenden Jahr berichtete. Es zeigte sich, dass bereits umgesetzte Projekte positive Ergebnisse erzielt haben, während gleichzeitig neue Maßnahmen geplant werden, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Gruppeninspektor Christian Hozjan stellte die Präventionsangebote der Polizei vor und betonte, wie wichtig der persönliche Austausch zwischen Schulen und Polizei für die frühzeitige Erkennung von Herausforderungen ist.
Gemeinsam für sichere Schulen
Die Veranstaltung bot eine wertvolle Plattform für den persönlichen Austausch. Sicherheitsbeauftragte agieren dabei als zentrale Ansprechstellen für Schulleitungen, was die Kommunikation und Zusammenarbeit erheblich erleichtert. So wurde auch der Handlungsrahmen deutlich, der sich auf die Sicherheits- und Gewaltpräventionsmaßnahmen stützt, die in enger Kooperation mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft entwickelt werden. Das Ziel ist klar: Schulen sollen sichere Orte für Schülerinnen und Schüler sein, und dafür tragen alle Beteiligten – von Schülern über Lehrkräfte bis hin zu Eltern und Schulträgern – Verantwortung.
Im Schulalltag sollte die Thematisierung von Sicherheit und Gewaltprävention regelmäßig stattfinden. Wenn Schulen die Unterstützung von Polizei und Staatsanwaltschaft für problembelastete Schüler nutzen, können potenzielle Probleme frühzeitig erkannt und präventiv gehandelt werden. Die regelmäßige Aktualisierung des Sicherheits- und Gewaltpräventionskonzepts ist dabei essenziell. Das Konzept muss transparent sein und mit den Schulpartnern, wie dem Schulelternrat und dem Schülerrat, abgestimmt werden.
Gewaltprävention im Fokus
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass Gewalt an Schulen ein ernstes Thema ist. 2024 erfasste die Polizei 28.760 Gewalttaten an Schulen – ein alarmierender Anstieg von 37% im Vergleich zu 2022. 47% der befragten Lehrkräfte berichteten von Problemen mit physischer und psychischer Gewalt. Vor allem Schulen mit vielen einkommensschwachen Familien sind stärker betroffen. Cybermobbing, als eine besondere Form des Mobbings, gewinnt zunehmend an Bedeutung und stellt eine Herausforderung dar, die es zu bewältigen gilt.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssen Schulen Notfallpläne entwickeln und klare Zuständigkeiten festlegen. Nach einem Gewaltvorfall ist es wichtig, die Schulgemeinschaft zu unterstützen und Ängste zu adressieren. Ein positives Klassenklima, die Förderung sozialer Kompetenzen und die Stärkung der Konfliktlösungskompetenz sind wesentliche Maßnahmen zur Gewaltprävention, die in den Unterricht integriert werden sollten.
Es ist klar, dass Gewaltprävention die Einbeziehung aller Beteiligten erfordert. Schulen müssen klare Reaktionen auf Gewalt zeigen und Ordnungsmaßnahmen ergreifen. Schülerinnen und Schüler sollen ermutigt werden, sich bei Problemen zu melden und Eltern müssen über Vorfälle informiert werden. Ein gemeinsames, engagiertes Vorgehen ist der Schlüssel zu einer positiven und sicheren Schulumgebung.
