Jagd und Spannung: Der Wettkampf der besten Schützen in der Steiermark
Am 22. September 2026 war es endlich so weit: Der fünfte Landesentscheid Jagd der Landjugend Steiermark fand in der Kettner Schießarena Zangtal in Voitsberg statt. Ein Event, das nicht nur die Jagdgesellschaft, sondern auch viele Interessierte vor Ort anlockte. Insgesamt 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten gegeneinander an, unterstützt von rund 20 Juroren, die mit kritischem Blick die Leistungen bewerteten. Die Atmosphäre war förmlich geladen, jeder wollte sein Bestes geben, und die Spannung lag förmlich in der Luft.
Der Wettbewerb umfasste drei spannende Bereiche: Theorie, Praxis und natürlich das Schießen. Die Teilnehmer durchliefen insgesamt acht Praxisstationen, fünf Theoriestationen und mussten sich in drei Schießbewerben beweisen. Am Ende des Tages war es Thomas Hafellner aus dem Landjugendbezirk Knittelfeld, der mit 240,53 Punkten als Gesamtsieger hervorging. Er setzte sich mit nur 2,32 Punkten Vorsprung vor Sebastian Pichler aus Knittelfeld durch. Florian Strasser aus Murau sicherte sich den dritten Platz mit 237,10 Punkten. Ein enges Rennen, das die Zuschauer gebannt verfolgten!
Die besten Schützen und Theoretiker
Im Bereich „Schießen“ war Thomas Hafellner ebenfalls der Beste und brachte stolze 90,03 Punkte nach Hause. Benedikt Hafellner, sein Verwandter, landete auf dem zweiten Platz mit 80,83 Punkten, gefolgt von Lukas Windhaber, der 80,50 Punkte erzielte. Es war ein wahrer Krimi, und die Schüsse hallten durch die Arena, während die Zuschauer mitfieberten.
Doch auch die Theorie hatte ihre Champions. Manuel Gugg aus Murau glänzte hier mit 85,50 Punkten, während sich Valentin Ritzinger aus Judenburg und Florian Strasser den zweiten Platz mit jeweils 82,50 Punkten teilten. Eine ordentliche Leistung, die zeigte, dass Wissen in der Jagd ebenso wichtig ist wie die Treffsicherheit. Im Bereich „Praxis“ war Florian Strasser unschlagbar, mit 94 Punkten gefolgt von Manuel Gugg und Ronald Stock, die beide 85 Punkte erzielten. Ein Tag voller Herausforderungen und herausragender Leistungen!
Ein Blick auf die Jagdzahlen in der Steiermark
Doch der Wettbewerb ist nur ein Teil der Jagd in der Steiermark. Die Zahlen sprechen eine eigene Sprache. Im Jagdjahr fielen 8.188 Rehe, 65 Stück Rotwild, und 42 Wildschweine dem Straßenverkehr zum Opfer. Diese Zahlen sind zwar alarmierend, doch die Dunkelziffer bleibt unbekannt. Zudem wurden 331 Rehe in der Steiermark von Hunden getötet oder schwer verletzt, was die Problematik der Wildunfälle verdeutlicht.
Die Jagd produziert jährlich rund 1,4 Millionen Kilogramm regionales Wildbret. Das ist nicht nur eine bedeutende Zahl, sondern zeigt auch, wie wichtig die Jagd für die lokale Wirtschaft ist. Regionales Wildbret ist nicht nur eine Delikatesse, sondern auch eine nachhaltige Nahrungsquelle. Immer mehr Menschen schätzen die Qualität und Herkunft des Fleisches und entscheiden sich bewusst für regionale Produkte.
