Reparieren statt Wegwerfen: Murau setzt auf Nachhaltigkeit mit neuem Repair-Café und Re-Use-Shop
Am 25. September 2026 war es endlich soweit: Im Bezirk Murau öffnete das Repair-Café seine Türen und gleichzeitig feierte der neue Re-Use-Shop seine Eröffnung. Organisiert wurde das Ganze vom Abfallwirtschaftsverband Murau (AWV), der damit ein wichtiges Zeichen für Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung setzt. Die Veranstaltung diente nicht nur der Reparatur defekter Gegenstände, sondern auch der Förderung der Wiederverwendung – ein echtes Highlight für alle, die dem Wegwerf-Trend den Kampf ansagen wollen!
Die Atmosphäre im Repair-Café war einladend und lebendig. Besucher konnten allerlei kaputte Dinge mitbringen – von Spielzeug über Werkzeug bis hin zu Kaffeemaschinen und sogar Kleidung. Gemeinsam mit erfahrenen Helfern, die bereitwillig ihre Reparaturkenntnisse teilten, wurde geflickt, geschraubt und gefeilt. Man merkte sofort, dass hier das gemeinsame Tun im Vordergrund stand. Es war klar, dass nicht alles, was kaputt ist, gleich in den Müll gehört. Die Botschaft war unmissverständlich: Reparieren statt Wegwerfen!
Ein Ort der Gemeinschaft und des Lernens
Die Idee der Repair-Cafés ist nicht neu, sie hat sich in den letzten Jahren in vielen Städten etabliert. Es sind ehrenamtliche Treffen, bei denen Menschen zusammenkommen, um defekte Gegenstände zu reparieren. Dabei stehen nicht nur Werkzeug und Material für verschiedene Reparaturen bereit, sondern auch die Möglichkeit, bei der Reparatur anderer zu helfen oder einfach bei einem Getränk zu entspannen. Die Initiative fördert nicht nur praktische Fertigkeiten, sondern stärkt auch das Bewusstsein für die Bedeutung von Reparatur und Nachhaltigkeit. Denn in Europa landen viele Dinge viel zu schnell im Müll – oft zu Unrecht!
Um den Betrieb des Re-Use-Shops aufrechtzuerhalten, sucht der AWV weiterhin freiwillige Helfer. In diesem neuen Shop werden gut erhaltene Gegenstände gesammelt, geprüft und für eine zweite Nutzung angeboten. Die Öffnungstage stehen bereits fest: Nach dem heutigen Start gibt es noch weitere Termine – am 2. Oktober, 16. Oktober, 30. Oktober, 13. November, 20. November, 11. Dezember und 18. Dezember. Das ist eine tolle Möglichkeit, um nachhaltig zu konsumieren und gleichzeitig einen Beitrag zur Ressourcenschonung zu leisten.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Die Bedeutung solcher Initiativen wird auch durch aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene unterstrichen. Ab 2026 müssen Hersteller gemäß der EU-Ökodesign-Verordnung Ersatzteile bis zu zehn Jahre vorhalten und Reparaturinformationen bereitstellen. Dies könnte ein entscheidender Schritt sein, um den Wegwerf-Wahnsinn zu stoppen und die Reparaturkultur zu stärken. Jedes Jahr produziert Deutschland rund 40 kg Elektroschrott pro Kopf, von dem nur ein Bruchteil repariert wird. Mit über 1.200 aktiven Repair-Cafés in Deutschland leisten viele bereits ihren Beitrag zur Reduzierung von Elektroschrott und zur Vermittlung von Reparaturwissen.
In diesem Sinne ist das Repair-Café in Murau nicht nur eine lokale Initiative, sondern Teil einer größeren Bewegung, die darauf abzielt, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zu schärfen. Und vielleicht ist es auch ein kleiner Aufruf an uns alle, das Reparieren wieder zu erlernen und die Wertschätzung für unsere Besitztümer zu steigern. Denn, seien wir ehrlich, oft könnte ein bisschen Liebe und Zeit ausreichen, um etwas Altes wieder zum Leben zu erwecken.
