Zukunft gestalten: Wie die Steiermark den Fachkräftemangel im IT-Sektor bekämpft
Heute ist der 8.10.2026 und in Zeltweg, im Holzinnovationszentrum, hat sich einiges getan. Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bezirken Murau, Murtal, Leoben, Bruck und Mürzzuschlag haben sich versammelt, um sich über die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz auszutauschen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Steirischen Arbeitsförderungsgesellschaft (StAF) und der DIGI:Stiftung Steiermark 2.0. Das Ziel? Die Förderung digitaler Kompetenzen und die gezielte Qualifizierung in der Obersteiermark. Ein wirklich wichtiges Unterfangen in einer Zeit, in der der digitale Wandel nicht mehr wegzudenken ist.
WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk hat in seiner Rede klargemacht, wie entscheidend die fortschreitende Digitalisierung für Unternehmen ist. „Digitale Technologien und KI sinnvoll einzusetzen, das ist der Schlüssel“, hat er gesagt. Und er hat recht! Unternehmen müssen ihre Prozesse automatisieren und Aufgaben erleichtern, um in der heutigen schnelllebigen Zeit konkurrenzfähig zu bleiben. Landesrat Willibald Ehrenhöfer hat ebenfalls wichtige Punkte angesprochen, insbesondere die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung zwischen offenen Arbeitsplätzen und Arbeitssuchenden. Aktuell werden rund 28.000 IT-Fachkräfte gesucht – eine Zahl, die einen besorgt zurücklässt.
Der Fachkräftemangel und seine Folgen
Im IT-Sektor ist der Fachkräftemangel ein richtiges Drama. Laut einer Studie von Bitkom gab es 2023 allein in Deutschland 149.000 unbesetzte Stellen in der IT. Und die Nachfrage steigt weiter. Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung beschleunigt und damit die Suche nach IT-Experten angeheizt. Besonders gefragt sind Fachkräfte in den Bereichen IT-Sicherheit, Softwareentwicklung und Datenanalyse. Der Fachkräftemangel wirkt sich nicht nur auf die Innovationskraft aus, sondern auch auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Wer nicht aufpasst, könnte ins Hintertreffen geraten.
Um dem entgegenzuwirken, wurde die DIGI:Base ins Leben gerufen. Sie soll Unternehmen bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter unterstützen. Mit einer Erfolgsquote von 93 Prozent in bereits umgesetzten Konzepten zeigt sie, dass es Möglichkeiten gibt, diesen Mangel zu beseitigen. Die Unterstützung erfolgt in drei Bereichen: der Gewinnung und Entwicklung digitaler Fachkräfte, der Weiterqualifizierung in Künstlicher Intelligenz und unbürokratischer Beratung zu digitalen Kompetenzen und Fördermöglichkeiten. Dies könnte der Schlüssel sein, um die Arbeitsmarktfähigkeit zu verbessern und langfristig Arbeitsplätze zu sichern.
Die Zukunft der IT-Ausbildung
Die Ausbildung im IT-Bereich ist heutzutage attraktiver denn je. Im Jahr 2024 waren über 258.000 Studierende in IT-Fächern eingeschrieben. Die Zahlen sprechen für sich! Ausbildungswege umfassen sowohl Studiengänge als auch duale Ausbildungsmodelle. Doch während die Zahl der Studierenden steigt, scheinen die unbesetzten Stellen nicht weniger zu werden. Prognosen zufolge könnten bis 2025 bis zu 200.000 Stellen unbesetzt bleiben. Hier ist dringender Handlungsbedarf angesagt!
Die aktuellen Trends zeigen auch, dass flexible Lernformate in der Weiterbildung immer beliebter werden. Es ist wichtig, mit den Entwicklungen Schritt zu halten. Technologien wie Künstliche Intelligenz und Cloud Computing prägen bereits jetzt den IT-Arbeitsmarkt. Und die Nachfrage nach IT-Absolventen in Bereichen wie Softwareentwicklung oder Data Science ist enorm. Unternehmen können sich glücklich schätzen, wenn sie die richtigen Talente an Bord haben, denn der Fachkräftemangel kann zu finanziellen Verlusten und ineffizienten Prozessen führen.
Das Networking, das nach der Präsentation der Veranstaltung stattfand, war eine gute Gelegenheit für die Teilnehmer, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. In der heutigen Zeit ist der persönliche Kontakt und der Austausch von Ideen eine wertvolle Ressource. Die Digitalisierung ist ein Thema, das uns alle betrifft. Und je mehr wir uns zusammenschließen, desto besser können wir die Herausforderungen meistern, die vor uns liegen.
