Heute ist der 23.04.2026. In der oberösterreichischen Stadt Wels hat das ADEG Forum in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf die Nahversorgung gelegt. Die neu gestaltete ADEG Erlebniswelt auf der Messe bietet nicht nur einen Einblick in moderne Ladenbau-Elemente, sondern zeigt auch innovative Feinkostmodule und Digitalisierungsmöglichkeiten. Besucher konnten sich von effizienten Kassenlösungen überraschen lassen und einen praxisnahen Eindruck von zeitgemäßer Nahversorgung gewinnen, der von Warenpräsentation bis hin zu Marktabläufen reicht.
Das ADEG Forum fungiert nicht nur als Ausstellungsfläche, sondern auch als Plattform für den persönlichen Austausch und die Vernetzung der Kaufleute. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, direkt mit Fachabteilungen zu kommunizieren und wertvolles Feedback zu geben. Politikwissenschaftler Peter Filzmaier sprach über die enorme Bedeutung des ländlichen Raums sowie die Rolle der Kaufleute, die Arbeitsplätze schaffen, zur Wertschöpfung beitragen und die soziale Stabilität in den Gemeinden sichern. REWE Großhandel Geschäftsführer Florian Klein betonte die Innovationskraft und das starke Miteinander, das die Zusammenarbeit mit selbstständigen Kaufleuten prägt.
Von der Messe in die Gemeinschaft
Nach der Messe wurde die ausgestellte Ware, deren Gesamtwert etwa 25.000 Euro betrug, großzügig gespendet. Die Spenden gingen an die Caritas Linz und den Tiergarten Wels und unterstreichen damit die Verantwortung, die ADEG über den Marktalltag hinaus übernimmt. Solche Initiativen sind besonders wichtig, da viele ländliche Regionen Schwierigkeiten haben, ihren Bedarf an Nahversorgung zu decken. Oft sind Einkaufsmöglichkeiten schwer erreichbar und kleinere Läden kämpfen wirtschaftlich, bedingt durch Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur und im Einkaufsverhalten.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat mit der Maßnahme „LandVersorgt – Neue Wege zur Nahversorgung in ländlichen Räumen“ eine Initiative ins Leben gerufen, die diese Herausforderungen adressiert. Ziel ist es, die Nahversorgung in ländlichen Gebieten zu verbessern und somit Teilhabe sowie Daseinsvorsorge zu sichern. Gemeinden werden unterstützt, nachhaltige Nahversorgungskonzepte zu entwickeln. Insgesamt erhalten 14 Modellprojekte bundesweit bis zu 50.000 Euro Förderung für die Konzeptentwicklung.
Innovative Ansätze für ländliche Regionen
Die geförderten Konzepte beinhalten unter anderem Lieferdienste, die teilweise digital unterstützt werden, sowie Anpassungen von Ladenkonzepten. Ein innovatives Beispiel ist das Modellprojekt „Stadt-Land-Drohne“, das den Einsatz von Lieferdrohnen für die Nahversorgung testet. Der Jungfernflug der „Marktschwalbe“ ist für Mai 2024 in Wusterhausen/Dosse geplant. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land zu schaffen und die ländlichen Räume zu stärken.
Insgesamt zeigt sich, dass die Herausforderungen der Nahversorgung in ländlichen Regionen nicht allein durch den Einzelhandel bewältigt werden können. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen von Kaufleuten, Politik und der Zivilgesellschaft, um ein funktionierendes Netzwerk zu schaffen, das die Lebensqualität in diesen Gebieten nachhaltig verbessert.
Für weitere Informationen und Details zu den Initiativen können Sie die vollständige Quelle des ADEG Forums unter hier einsehen. Auch die Maßnahmen des BMEL sind unter diesem Link ausführlich beschrieben.