Neue Bäckerei in Wilten eröffnet bald nach langer Leerstandszeit
In Wilten, einem Stadtteil von Innsbruck, gibt es spannende Neuigkeiten zu verkünden! Ein Geschäftslokal, das seit September 2025 leerstand und zuletzt 1993 saniert wurde, wird bald als neue Bäckerei erstrahlen. Die Kooperation zwischen der Immobiliengesellschaft IIG und der talentierten Bäckermeisterin Sonja Fiegl zeigt, wie wichtig lokale Initiativen sind. Bürgermeister Johannes Anzengruber und Wirtschaftsstadträtin Mariella Lutz unterstreichen die Bedeutung dieser neuen Bäckerei für die lokale Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region.
Der Umbau ist alles andere als klein, mit einer Generalsanierung und Modernisierung, die mit Investitionen im sechsstelligen Bereich von beiden Parteien realisiert wird. Die Bäckerei wird nicht nur einen Verkaufsladen mit einer einladenden Sitzecke bieten, sondern auch eine offene Backstube, in der die Kunden den frisch gebackenen Brotgeruch förmlich schnuppern können. Das Sortiment verspricht eine wahre Gaumenfreude: Sauerteigbrote, Kleingebäck und süße Spezialitäten – alles ohne künstliche Zusatzstoffe. Sechs neue Arbeitsplätze werden zusätzlich geschaffen, was für die Anwohner ein Grund zur Freude ist. Wilten hat eine lange Tradition im Bäckerhandwerk, mit einer ersten urkundlichen Erwähnung von Mühlen bereits im Jahr 1305!
Insolvenz in der Branche
Während in Wilten neue Türen aufgehen, sieht die Lage in anderen Teilen des Bäckerhandwerks nicht so rosig aus. Die traditionsreiche Handwerksbäckerei Wiskandt hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind sieben Filialen und rund 50 Mitarbeiter. Die Bäckerei hat ihren Ursprung in Pforzheim und wird mittlerweile von der dritten Generation der Familie Wiskandt geführt. Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig: hohe Kosten für Energie und Rohstoffe sowie ein starker Preisdruck durch Supermärkte und Discounter. Diese Entwicklungen zeigen, wie stark sich das Konsumverhalten der Kunden verändert hat und wie dies zu einem Umsatzrückgang im Bäckerhandwerk führt.
Die Filialen in Pforzheim, Birkenfeld und Kieselbronn bleiben jedoch weiterhin uneingeschränkt in Betrieb. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind vorläufig über das Insolvenzgeld abgesichert, was zumindest ein wenig Sicherheit in dieser ungewissen Zeit bringt. Der Insolvenzverwalter Holger Blümle ist optimistisch, dass eine Sanierung des Betriebs möglich ist. Interessanterweise hatte der Bäckereimeister bereits vor der Insolvenz professionelle Beratung in Anspruch genommen, um den Betrieb strategisch neu auszurichten. Das zeigt, dass in der Branche ein gewisses Bewusstsein für die Herausforderungen vorhanden ist.
Ein Blick in die Zukunft
Die Eröffnung der neuen Bäckerei in Wilten ist für den 1. Juli 2026 geplant. Das ist ein Lichtblick in einer Zeit, in der viele etablierte Betriebe kämpfen. Diese lokale Initiative könnte eine positive Wende für die Bäckerlandschaft in Innsbruck darstellen. Während die Handwerksbäckerei Wiskandt um ihre Zukunft kämpft, zeigt das Engagement von Sonja Fiegl, dass es auch anders gehen kann. Vielleicht ist es gerade diese Mischung aus Tradition und Innovation, die die Menschen anzieht und den Kiez belebt.
In einer Zeit, in der alles so schnelllebig ist, bleibt das Bäckerhandwerk ein Stück Heimat. Der Geruch von frisch gebackenem Brot, das Knacken der Kruste – das lässt nicht nur den Magen knurren, sondern weckt auch Erinnerungen. Und genau dieses Gefühl wird in der neuen Bäckerei in Wilten geschaffen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln und welche Geschichten die neuen Brötchen und Brote erzählen werden.
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