In Niederösterreich tut sich was – und das nicht nur im Weinbau. Am Donnerstag hat Landesvize Stephan Pernkopf von der ÖVP spannende Neuigkeiten verkündet: Bis zum Jahr 2028 sind vier neue Donau-Hochwasserschutzprojekte geplant. Mit einem Investitionsvolumen von satten 17 Millionen Euro soll unter anderem in Bad Deutsch-Altenburg, Melk, Neustadtl an der Donau und Krems-Stein kräftig in den Hochwasserschutz investiert werden. Es wird also nicht nur Geld in die Hand genommen, sondern auch an die Zukunft gedacht!

Diese neuen Projekte sind nicht nur von Bedeutung für die Sicherheit der Anwohner, sondern auch für den Naturschutz. Neben Dämmen und mobilen Elementen wird auch die Wichtigkeit von Renaturierungsmaßnahmen hervorgehoben. Diese sollen mehr Platz für den Fluss schaffen – und damit auch für wertvolle Auenlandschaften, die nicht nur der Natur guttun, sondern auch attraktive Naherholungsräume bieten. Infrastrukturminister Peter Hanke von der SPÖ betont, wie wichtig es ist, Sicherheit und Naturschutz miteinander zu verbinden. Hier wird also nicht nur an den Hochwasserschutz gedacht, sondern auch an die Schönheit der Landschaft.

Erfolge aus der Vergangenheit und der Blick nach vorne

Die Geschichte des Hochwasserschutzes entlang der Donau ist nicht neu. Seit 2002 wurden bereits 62 Projekte umgesetzt. Diese Erfolge zeigen, dass die Region auf dem richtigen Weg ist. Doch das reicht noch nicht. Das Ziel ist klar: Bis 2030 soll Hochwasserschutz für alle niederösterreichischen Orte entlang der Donau gewährleistet sein. Ein ambitioniertes Ziel! Besonders in der Wachau, wo bereits Renaturierungsmaßnahmen in Rührsdorf bis Rossatz begonnen wurden, zeigen erste Ergebnisse positive Auswirkungen auf den Hochwasserschutz und die Natur.

Helmut Habersack, Leiter des Instituts für Wasserbau, hebt hervor, dass es wichtig ist, Flächen für langsamen Wasserabfluss zu schaffen. Das EU-finanzierte Projekt „Auenwildnis Wachau“, das von viadonau zwischen 2015 und 2022 umgesetzt wurde, hat bereits einige Erfolge vorzuweisen. So wurden Nebenarme der Donau wieder angebunden, was die Fließgeschwindigkeit des Flusses verlangsamt hat. Das gibt der Feuerwehr im Falle eines Hochwassers mehr Zeit zur Reaktion – was ja bekanntlich Gold wert ist. Dietmar Fahrafellner, Landesfeuerwehrkommandant, bestätigt die Entlastung der Einsatzkräfte durch diese Hochwasserprojekte.

Renaturierung als Schlüssel

Die Renaturierung spielt eine entscheidende Rolle im Hochwasserschutz. Das Umweltbundesamt hat bereits aufgezeigt, dass der Großteil der Fließgewässer und Auen nicht mehr in der Lage ist, Hochwasser zu speichern. Verbaute und begradigte Flüsse überfluten nur bei extremen Hochwasser. Daher ist die Offenhaltung der Auenflächen von großer Bedeutung. Gewässer sollten so entwickelt werden, dass sie frühzeitig über die Ufer treten können. Dezentrale Maßnahmen sind vor allem bei regional begrenzten Starkregenereignissen sehr effektiv.

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Die Umsetzung von Renaturierungsprojekten, wie die Verlängerung von Gewässerverläufen und die Abflachung von Querprofilen, kann die Fließgeschwindigkeit verringern und somit Hochwasserwellen entschärfen. Diese Maßnahmen wirken wie eine Art Puffer, die das Wasser langsamer abfließen lassen und damit die Gefahr von Überschwemmungen mindern. Es ist spannend zu sehen, wie die Region mit diesen Herausforderungen umgeht und gleichzeitig die Naturschutzbelange im Blick behält.

Die neuen Hochwasserschutzprojekte an der Donau werden also nicht nur die Sicherheit der Anwohner erhöhen, sondern auch die Schönheit und Vielfalt der Natur fördern. Ein Schritt in die richtige Richtung, der vielleicht schon bald Früchte trägt.

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