Am 1. Mai 2025 wurde Johannes Freitag im Grazer Dom zum Weihbischof der Diözese Graz-Seckau geweiht. Diese bedeutende Zeremonie wurde um 10 Uhr von Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl geleitet, der von Salzburger Erzbischof Franz Lackner und Militärbischof Werner Freistetter unterstützt wurde. Die Weihe erfolgte durch das Auflegen der Hände, ein zentrales Element der Apostolischen Sukzession. Über ein Dutzend Bischöfe und mehr als hundert Priester aus der Diözese sowie Vertreter des öffentlichen Lebens nahmen an der Messe teil, die live auf ORF III und Radio Maria übertragen wurde. Viele prominente Gäste, darunter der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, waren anwesend.
Die Bischofsweihe fiel auf den Weihetag des Grazer Domes, ein symbolträchtiger Moment, der die Bedeutung des Anlasses unterstrich. In seiner Predigt erinnerte Bischof Krautwaschl an den Auftrag von Papst Franziskus, die Kirche in Einheit und im gemeinsamen Voranschreiten zu stärken. Er betonte, dass es die Aufgabe eines Bischofs ist, das Evangelium in einer zerrissenen Welt zu verkünden. Freitag selbst beschreibt seine Ernennung als überraschend und war zunächst der Meinung, dies sei ein Scherz.
Der neue Weihbischof
Johannes Freitag ist 52 Jahre alt und wurde 1972 in Knittelfeld geboren. Seine priesterliche Laufbahn begann er 1992 im Priesterseminar, gefolgt von einem Theologiestudium in Graz. 1999 wurde er zum Diakon und 2000 zum Priester geweiht. Zu seinen bisherigen Tätigkeiten zählen unter anderem Dienststellen als Kaplan und Pfarrer, sowie die Leitung des Seelsorgeraums „An der Eisenstraße“ seit 2023. Er war außerdem Militärseelsorger beim Militärkommando Steiermark seit 2021.
In seiner Rolle als Weihbischof wird Freitag als „Bischofsvikar für Synodalität“ tätig sein. Sein bischöflicher Wahlspruch, entnommen aus dem Buch Nehemia, lautet: „Die Freude am Herrn ist eure Stärke“. Zudem wurde ihm der Titularbischofssitz Guzabeta, einer ehemaligen Diözese in der römischen Provinz Numidien (heutiges Algerien), zugeteilt.
Festliche Feierlichkeiten und musikalische Begleitung
Die Feier der Bischofsweihe zog weite Kreise. Im Grazer Dom und dem benachbarten Mausoleum waren nur noch wenige der insgesamt 1.200 Plätze verfügbar. Registrierte Gäste hatten die Möglichkeit, an einer Agape im Hof des Priesterseminars teilzunehmen. Die musikalische Umrahmung wurde von der Dommusik Graz unter der Leitung von Melissa Dermastia gestaltet, ergänzt durch den Domorganisten Christian Iwan und Bläser der Militärmusik Steiermark, die Fanfaren spielten.
Die Feierlichkeiten wurden mit einer Vielzahl von musikalischen Darbietungen begleitet, unter anderem Teile aus der Messe in G von Franz Schubert sowie eine Vertonung des Gebets von Edith Stein während der Gabenbereitung. Zu den Höhepunkten der Weihe gehörte die Übergabe der bischöflichen Insignien, die von namhaften Personen überreicht wurden, darunter der Bischofsstab von Vikar Mathew Joseph und die Mitra von einer Vertreterin des synodalen Prozesses in der Diözese Graz-Seckau.
Die Weihe von Johannes Freitag markiert einen wichtigen Schritt in der Unterstützung und Begleitung der Diözese Graz-Seckau und wird von den Anwesenden als Signal für ein gemeinsames Vorankommen in der katholischen Kirche wahrgenommen. Bischof Krautwaschl hatte um einen Weihbischof zur Unterstützung des Austausches mit den Menschen gebeten, und die Ernennung wurde von Papst Franziskus besiegelt.
Die Feier dauerte etwa zweieinhalb Stunden und wurde sowohl von kirchlichen als auch von staatlichen Vertretern sehr positiv aufgenommen, was die Bedeutung des neuen Weihbischofs für die Diözese und darüber hinaus unterstreicht.
OTS berichtet, dass … . NOE.N schildert … und Katholisch.at bietet weitere Informationen, die die Zeremonie umrahmten.