Die Bergrettung Reichenau hat in den letzten Wochen voller Herausforderungen und Abenteuer eine beeindruckende Bilanz gezogen. Seit Ende August waren die Retter insgesamt elf Mal im Einsatz. Dabei waren es nicht nur verirrte Wanderer, die ihre Hilfe benötigten, sondern auch medizinische Notfälle, die schnelles Handeln erforderten. Besonders herausfordernd war ein Einsatz auf der Rax, der sich bis nach Mitternacht hinzog. Drei 18-Jährige hatten sich von Hinternaßwald über den Nasskamm und das Zahme Gamseck aufgemacht und benötigten letztendlich rund neun Stunden, um die Heukuppe zu erreichen. Ein echtes Abenteuer, das sowohl die jungen Männer als auch die Bergrettung auf die Probe stellte!

Die Ortsstelle Reichenau ist eine der traditionsreichsten Bergrettungsortsstellen in Österreich. Gegründet wurde sie im Jahr 1896 nach einem tragischen Lawinenunfall auf der Rax. Heute zählt die Bergrettung Reichenau etwa 100 engagierte Mitglieder, die sich ehrenamtlich für die Sicherheit in den Bergen einsetzen. Ihr Einsatzgebiet umfasst die Rax, den südlichen Schneeberg sowie Mittagsstein, Krummbachstein, Handlesberg und Obersberg. Das gesamte Gebiet erstreckt sich über rund 400 km² – eine riesige Fläche, die viel Aufmerksamkeit erfordert.

Freiwilliger Dienst und moderne Technik

Pro Jahr leisten die Mitglieder dieser Bergrettungsortsstelle etwa 1700 Stunden freiwilligen und unentgeltlichen Dienst. Das ist keine kleine Anzahl! An Wochenenden ist die Zentrale der Ortsstelle ganzjährig besetzt. Moderne Einsatzfahrzeuge sorgen dafür, dass die Retter schnell zu verunfallten oder vermissten Personen gelangen können. Sollte man einmal in eine Notsituation geraten, kann man in Österreich über den alpinen Notruf 140 oder die europäische Notrufnummer 112 Hilfe anfordern. Und für den Fall, dass das Handy mal nicht richtig funktioniert, hilft es oft, es einfach neu zu starten.

Die letzten Wochen waren besonders aktiv. Im Spätsommer 2026 gab es ein hohes Einsatzgeschehen mit elf Alarmierungen seit dem 24. August. Man könnte fast sagen, dass die Natur in dieser Zeit besonders herausfordernd war. Auch die Jugendbergretterinnen und Jugendbergretter haben erfolgreich ins neue Schuljahr gestartet und bringen frischen Wind in die Organisation.

Zahlreiche Helden im Hintergrund

Der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD) ist eine gesetzlich anerkannte Hilfs- und Rettungsorganisation. Mit über 13.000 freiwilligen Bergrettern und Bergretterinnen ist die Einsatzbereitschaft 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr und bei jedem Wetter gewährleistet. Ziel ist es, bei Unfällen im alpinen Gelände schnell und effizient Hilfe zu leisten. Diese Helden des Alltags arbeiten unabhängig und nicht gewinnorientiert – ihr Hauptzweck ist die Unterstützung von Verunglückten, Vermissten oder in Not geratenen Personen im alpinen Gelände.

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Am 28. August 2026 wird der Internationale Tag der Bergrettung (ICAR) gefeiert. Ein Anlass, um all die unermüdlichen Helfer zu würdigen, die oft unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Hohe Temperaturen können die körperliche Belastung bei Outdooraktivitäten erhöhen, weshalb körperliche Fitness für alle Bergretter von größter Bedeutung ist. So viel Engagement und Leidenschaft für die Sicherheit in den Bergen ist einfach bewundernswert!

Der Rückblick auf das Netzwerksymposium Bergrettung 2026 am Semmering zeigt, wie wichtig der Austausch unter den Rettern ist. Es war ein Highlight des Jahres, das die Gemeinschaft stärkt und die Motivation weiter anheizt. Die Berge sind nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein Raum, in dem Hilfe und Zusammenhalt großgeschrieben werden.