Ein Berg von Möglichkeiten: Martins Waxriegelhaus und die Zukunft der Gastronomie
In den malerischen Ausläufern der Rax, wo die Luft frisch und die Aussicht atemberaubend ist, hat sich Martin Tod einen kleinen, aber feinen Platz erarbeitet. Der 43-Jährige, gelernter Bäcker und Konditor, führt seit 16 Jahren das Waxriegelhaus, eine charmante Berghütte, die nicht nur für ihre herzlichen Gastgeber bekannt ist, sondern auch für die köstlichen Spezialitäten, die sie serviert. Von Schweinsbraten bis zu seinen berühmten Waxriegelknödeln – hier kommt jeder Feinschmecker auf seine Kosten.
Bereits im zarten Alter von 15 Jahren begann Martin seine Lehre zum Bäcker und Konditor. Während dieser Zeit half er bei Heurigen und Weinfesten, was ihm die Grundlagen der Gastronomie näherbrachte. Nach seiner Ausbildung arbeitete er als Restaurantleiter bei XXX-Lutz, wo er auch Lehrlinge ausbildete. „Ich habe schon zwei Lehrlinge hier im Waxriegelhaus ausgebildet und würde mich über weitere freuen – besonders über bergbegeisterte Jugendliche“, sagt er. Doch die Suche nach Lehrlingen gestaltet sich zunehmend schwierig. Viele junge Menschen ziehen ein Studium vor, anstatt eine Lehre in der Gastronomie zu beginnen.
Die Herausforderungen in der Gastronomie
Die Arbeit in einer Berghütte bringt einige Herausforderungen mit sich, insbesondere im Winter. „Da muss man schon etwas robuster sein“, bemerkt Tod, während er mit einem Lächeln auf die wunderschöne, aber auch raue Landschaft um ihn herum zeigt. Es ist nicht nur der Schnee, der das Arbeiten erschwert, sondern auch die speziellen Anforderungen, die mit der Lage verbunden sind. Dennoch liebt er seine Arbeit und die Möglichkeit, mit den Gästen in Kontakt zu treten.
Apropos Arbeit: Als Konditor hat man es nicht nur mit dem Backen von Brot zu tun. Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst die Herstellung von Torten, Kuchen, Pralinen und sogar herzhaften Pasteten. Das klingt spannend, oder? Die Lehrlinge erhalten ein Einkommen, das im ersten Lehrjahr bei 589 Euro liegt und bis zum dritten Jahr auf 982 Euro ansteigt. Diese duale Ausbildung, die sowohl im Lehrbetrieb als auch in der Berufsschule stattfindet, schult nicht nur die Fingerfertigkeit, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein – beides ist in der Gastronomie unerlässlich.
Ein Blick in die Zukunft
Die Gastronomie in Österreich bietet viele Berufsmöglichkeiten – nicht nur als Konditor, sondern auch als Koch oder Fachkraft für vegetarische Kulinarik, die ab 2025 neu ins Leben gerufen wird. Die Vielfalt ist beeindruckend! Ob in Cafés, Bäckereien oder als Teil des Patisseriebereichs in Hotels, die Optionen sind schier endlos. „Es ist wichtig, dass wir die Jugendlichen dazu ermutigen, diese Berufe zu ergreifen“, sagt Tod und hofft, dass sich bald mehr junge Menschen für eine Lehre in der Gastronomie entscheiden.
So bleibt das Waxriegelhaus nicht nur ein Ort für gutes Essen, sondern auch ein wichtiger Ausbildungsstandort in der Region. Wenn du also auf der Suche nach einer neuen Herausforderung bist und gerne in den Bergen arbeitest, könnte das hier genau das Richtige für dich sein. Und wer weiß – vielleicht bist du der nächste Lehrling, der die Geheimnisse des Backens lernen und das Handwerk von Martin Tod weiterführen wird.
