Halloween und Allerheiligen: Wie Neunkirchen zwischen Kürbislaterne und Friedhofslicht feiert
In Neunkirchen scheiden sich rund um Halloween die Geister. Die einen freuen sich auf verkleidete Kinder, Kürbisse und ein bisserl Grusel. Andere können mit dem importierten Brauch wenig anfangen und bleiben lieber bei Allerheiligen und Allerseelen.
Ältere Menschen lehnen Halloween laut dem zugrunde liegenden Artikel tendenziell eher ab. Für sie haben die vertrauten Traditionen rund um den 1. November ihren festen Platz. Junge Eltern sehen die Sache vielfach lockerer: Sie wollen ihren Kindern einen spannenden und unterhaltsamen Abend bieten – mit Kostümen, Süßigkeiten und vielleicht einer kleinen Runde durch die Nachbarschaft.
Was passt, entscheidet jeder selbst
Der Autor beschreibt sich als kinderlos und nicht gläubig. Ihm seien beide Traditionen daher gleichgültig. Seine Haltung: Jeder soll selbst entscheiden, was für ihn passt.
Wer im Bezirk Neunkirchen nach Angeboten sucht, findet rund um den 31. Oktober eine Übersicht aktueller Halloween-Veranstaltungen. Angeführt werden unter anderem Kürbisschnitzen, Gruselführungen, Kinderpartys, Horrornächte und Halloween-Partys.
Die Terminübersicht lässt sich nach Bundesland und Bezirk, nach Veranstaltungskategorien wie Abenteuer, Bildung, Brauchtum, Kino, Kulinarik, Kultur, Märkte, Musik, Natur, Party, Sport und Wellness sowie nach Wochentag, Zeitraum und Monat filtern. Als Zeiträume sind etwa der 30. Oktober bis 1. November sowie der 6. bis 8. November auswählbar. Termine, Altersgrenzen, Eintrittsregeln und Sicherheitsvorgaben können sich jährlich ändern und sollten anhand der jeweils aktuellen offiziellen Angaben geprüft werden.
Zwischen Kürbislaterne und Friedhofslicht
Halloween kam in den 1990er-Jahren über Filme, Serien und den Handel nach Österreich. Anfangs wurde der Brauch eher skeptisch betrachtet. Mittlerweile ist er vor allem für Kinder, Schulen, Vereine und Veranstalter ein zusätzliches Herbstfest. „Süßes oder Saures“ gehört in vielen Wohnvierteln und Dörfern an den letzten Oktobertagen dazu.
Gefeiert wird Halloween am 31. Oktober, dem Vorabend von Allerheiligen. Der 1. November ist in Österreich gesetzlicher Feiertag und bundesweit arbeitsfrei. Für viele Familien bedeutet dieser Tag Friedhofsbesuche, geschmückte Gräber und das Anzünden von Allerheiligenlichtern. Auch der Allerheiligenstriezel gehört zur österreichischen Tradition: das geflochtene Hefegebäck wird traditionell von Paten an ihre Patenkinder verschenkt. Diese Tradition ist älter als Halloween und in vielen Familien weiterhin verbreitet.
Beides lässt sich nebeneinander denken: Halloween gesellig am 31. Oktober, Allerheiligen besinnlich am 1. November. Wie sichtbar Halloween wird, hängt stark vom örtlichen Umfeld ab. In dicht besiedelten Gebieten sind kurze Runden von Tür zu Tür möglich. In ländlichen Regionen werden Wege oft vorher vereinbart oder private Feiern organisiert. Haushalte sollten nur besucht werden, wenn eine eindeutige Einladung oder Dekoration auf die Teilnahme hinweist.
Je nach Gegend gelten andere Spielregeln
Für Wien, Niederösterreich und das Burgenland machen kompakte Wohnviertel, Stadtrandlagen, Dörfer und verstreute Wohngebiete einen Unterschied. Familien sollten kurze, gut beleuchtete Strecken planen und nicht voraussetzen, dass alle Haushalte mitmachen.
In der Steiermark und in Kärnten gibt es Halloween-Aktivitäten sowohl in urbanen Nachbarschaften als auch in ländlichen Regionen. Möglich sind private Kürbis-, Bastel- und Kostümabende oder abgesprochene Runden im Wohnumfeld. Die regionalen Herbst- und Gedenkbräuche bestehen unabhängig davon weiter.
Oberösterreich und Salzburg zeigen ein ähnliches Bild: Die Akzeptanz unterscheidet sich je nach Gemeinde und Nachbarschaft. Klare Absprachen, Rücksicht auf nicht teilnehmende Haushalte und sichere Wege sind dort wichtig.
In Tirol und Vorarlberg beeinflussen Siedlungsstruktur, Wetter und frühe Dunkelheit die Planung. Für Kinder empfehlen sich überschaubare Routen, altersgerechte Begleitung, sichtbare Kleidung und ein vereinbarter Abschluss. Halloween bleibt auch dort ein freiwilliger, neuerer Brauch.
Heuer fällt Halloween auf Samstag, den 31. Oktober 2026. Das erleichtert vielerorts die familiengerechte Planung – sagt aber weder etwas über eine öffentliche Veranstaltung noch über die allgemeine Teilnahme von Haushalten aus. Für konkrete Aktivitäten gelten die jeweils aktuellen örtlichen Angaben.
