Heute ist der 26.09.2026, und wir schauen uns mal an, was in Österreich in Sachen Elektroaltgeräte so abgeht. Im Jahr 2022 wurde hier ein Rekord von sage und schreibe 161.000 Tonnen Elektroaltgeräten gesammelt! Wahnsinn, oder? Das entspricht einer beeindruckenden Sammelquote von 90 Prozent. Das zeigt, dass die Österreicherinnen und Österreicher ganz schön fleißig sind, wenn es um die Entsorgung ihrer alten Technik geht. Aber nicht nur das: Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen kleinen Anstieg von 0,32 Prozent bei den gesammelten Geräten. Durchschnittlich hat also jeder von uns 17 Kilogramm Elektroaltgeräte abgeliefert. Das katapultiert Österreich an die Spitze der EU.

Doch das Thema hat noch viele Facetten. Valentin Opfermann, der Geschäftsführer der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK), bringt ein wichtiges Problem auf den Tisch: die Altbatterien. Im Jahr 2022 wurden 3.506 Tonnen dieser Batterien gesammelt. Doch die Lebensdauer von Batterien wird derzeit mit drei Jahren angesetzt, während moderne Lithium-Batterien oft bis zu zehn Jahre halten. Ein bisschen überholt, oder? Es wird also Zeit, dass die EU-Vorgaben überarbeitet werden, um der Realität Rechnung zu tragen. Und Bianca Dvorak, die Vorsitzende des EAK-Aufsichtsrats, warnt vor Wettbewerbsverzerrungen durch ausländische Online-Marktplätze. Hier muss man aufpassen, dass man nicht den Überblick verliert.

Ein Sicherheitsproblem der besonderen Art

Ein weiteres brisantes Thema sind die Lithium-Batterien. Laut der ARGE AWV landen jährlich etwa 17 Millionen dieser Batterien im Restmüll – eine vierfache Zunahme im Vergleich zu vor zehn Jahren. Das birgt enorme Risiken: Diese Batterien können Brände in Sammelfahrzeugen auslösen und gefährden damit die Mitarbeiter in Recyclinganlagen. Ein Aufschrei hallt durch die Verbände, die eine neue Informationskampagne fordern, um die Bevölkerung über die richtige Entsorgung von Lithium-Batterien aufzuklären. Die Sicherheit in der Abfallwirtschaft muss schließlich an oberster Stelle stehen.

Doch wie genau läuft diese ganze Sammlung eigentlich ab? Bürger können Elektroaltgeräte ganz unkompliziert und kostenfrei an kommunalen Sammelstellen, großen Elektrogerätehändlern, Supermärkten und sogar Online-Händlern abgeben. Hersteller haben die Verantwortung für die Entsorgung ihrer Produkte übernommen. Seit 2019 gibt es sogar eine Mindestsammelquote von 65 Prozent für Elektroaltgeräte, die 2023 allerdings deutlich verfehlt wurde. Österreich ist hier also ein gutes Beispiel, während andere Länder wie Deutschland in den letzten Jahren mit ihren Quoten zu kämpfen hatten.

EU-Vorgaben und ihre Umsetzung

Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz, bekannt als ElektroG, tritt im Oktober 2015 in Kraft und setzt die WEEE-Richtlinie der EU in nationales Recht um. Diese Richtlinie hat klare Ziele definiert: Neben der Sammelquote müssen auch Verwertungs- und Recyclingquoten erreicht werden. Es ist nicht nur eine Frage der Verantwortung, sondern auch der Ressourcenschonung. Daten zu Sammelmengen und Verwertungsergebnissen werden von der Stiftung Elektro-Altgeräte Register und dem Statistischen Bundesamt erhoben und dem Umweltbundesamt übermittelt, das diese regelmäßig an die EU-Kommission berichtet.

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Hersteller, Händler und Verkäufer von Elektro- und Elektronikgeräten sind laut EU-Recht verpflichtet, zur Beseitigung und Behandlung von Altgeräten beizutragen. Das klingt gut, ist aber nicht immer einfach umzusetzen. Verantwortung übernehmen, das ist das Motto! Kollektive Rücknahmesysteme sind in vielen EU-Ländern verfügbar und erleichtern es den Unternehmen, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Es bleibt spannend, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird. Österreich scheint auf einem guten Weg zu sein, aber es gibt noch viel zu tun – insbesondere, wenn es um die Aufklärung über die richtige Entsorgung von Lithium-Batterien geht. Also, beim nächsten Mal, wenn ihr eure alten Elektrogeräte loswerden wollt, denkt daran: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sie sicher und umweltfreundlich zu entsorgen!