In Amstetten tut sich was! Der alte CityBus, der vor fast 40 Jahren durch die Straßen der Stadt kurvte, wird nun als Grätzltreff im Osten der Stadt wieder zum Leben erweckt. Die markanten gelben Steyr-Busse waren einst ein vertrauter Anblick und jetzt, nach all der Zeit, erhält einer von ihnen eine neue Bestimmung. Die Initiative dazu geht auf den Dorferneuerungsverein AMost und den Vizebürgermeister Markus Brandstetter zurück, die gemeinsam an diesem spannenden Projekt arbeiten. Das Ziel? Eine beschattete Überdachung beim Gelsenstadion, einem beliebten regionalen Fußballplatz, zu schaffen.
Der Bus wurde in Ardagger gefunden und kurzerhand gekauft. Aktuell wird fleißig an der Neugestaltung des Busses gearbeitet. Das Projekt ist Teil einer größeren Bürgerbeteiligungsinitiative, die darauf abzielt, das Gemeinschaftsleben in Dingfurt zu beleben. Vizebürgermeister Brandstetter hat bereits Pläne für die Inneneinrichtung des Busses geschmiedet und zeigt sich sehr engagiert für das Vorhaben. In Amstetten gibt es derzeit drei Dorferneuerungsvereine, wobei AMost die neueste Initiative ist. Ziel ist es, kleine Grätzlprojekte in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde umzusetzen.
Ein Blick in die Busgeschichte
Amstetten hat, neben dem nostalgischen CityBus, auch eine spannende Busgeschichte zu erzählen. Die Stadt verfügt über eine Vielzahl an Fahrzeugen, die im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden. Ein ehemaliger Stadtbus aus Krems, der MidiBus NM 283F BB-6070, wurde nach Amstetten transferiert, während ein anderer Bus, BB-6071, nach einem Unfall ausgemustert werden musste. Besonders bemerkenswert ist der PT-15719, ein seltener dreitüriger Neoplan N4416 Niederflurbus, der zuvor im Grazer Stadtverkehr im Einsatz war. Auch er musste, wie ein weiterer Neoplan, nach einem Unfall vorzeitig aus dem Verkehr gezogen werden.
Der PT-15746, ein ehemaliger 80A-Bus aus Wien, hat auch seinen Weg nach Amstetten gefunden. Das Foto von ihm zeigt ihn auf der Linie 8, die bei der Postbusgarage vorbeifährt. Auch der MAN/Göppel A76 MidiBus BD-12978, der ursprünglich im Stadtverkehr Waidhofen/Ybbs eingesetzt wurde, ist Teil dieser bunten Fahrzeugpalette. Komischerweise kommt es aufgrund fehlender Werkstätten in Waidhofen/Ybbs häufig zu kurzfristigen Wagentäuschen zwischen den Stadtverkehrsbussen von Waidhofen und Amstetten.
Bürokratie und ihre Auswirkungen
Ein ganz anderes, aber nicht minder wichtiges Thema sind die Bürokratiekosten in Österreich. Jährlich verursachen sie satte 21,1 Milliarden Euro für Unternehmen, was 669 Euro pro Sekunde entspricht. Unternehmen müssen insgesamt 320 Millionen Arbeitsstunden pro Jahr für bürokratische Anforderungen aufwenden, was enormen Druck auf rund 200.000 Arbeitskräfte ausübt. In einem solchen Umfeld ist es umso wichtiger, dass Initiativen wie AMost entstehen, um das Gemeinschaftsleben zu fördern und die Bürgerbeteiligung zu stärken.
Die Verschmelzung von Nostalgie und modernem Engagement zeigt sich nicht nur im alten CityBus, sondern auch in den vielfältigen Busgeschichten, die Amstetten zu erzählen hat. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Projekte und die Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt weiterentwickeln werden. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt!