In Amstetten steht eine umfassende Sanierung der Rathausstraße bevor, die im Frühling 2027 beginnen und bis zum Sommerbeginn 2027 abgeschlossen sein soll. Die Arbeiten konzentrieren sich vor allem auf die Verbesserung der Infrastruktur, einschließlich Kanal, Wasser, Strom, Straßenbeleuchtung und Glasfaser. Besonders dringend ist die Erneuerung des Kanals sowie der Hausanschlüsse, für die etwa 300.000 Euro investiert werden – das entspricht etwa der Hälfte des gesamten Budgets für dieses Projekt.
Ein weiteres zentrales Ziel der Sanierungsmaßnahmen ist es, die Rathausstraße an das Erscheinungsbild des Hauptplatzes anzupassen. Hierzu wird auch der Straßenbelag erneuert; ein heller EP-Grip-Belag wird verwendet, der sowohl Lärm als auch Wärmerückstrahlung verringert. Das Gehsteigpflaster wird wiederverwendet, was ein Zeichen für nachhaltige Baupraktiken ist. Nach der Fertigstellung werden in der Rathausstraße sieben Stellplätze (bisher waren es neun) sowie eine Ladezone und zusätzliche Radabstellplätze zur Verfügung stehen. Zudem gibt es für Gastronomen die Möglichkeit, temporäre Schanigärten einzurichten, und zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität werden neun neue Bäume gepflanzt.
Einbindung der Bürger und budgetverträgliche Lösungen
Die Stadt setzt auch auf Bürgerbeteiligung, um die Innenstadt neu zu gestalten und die Bedürfnisse der Anwohner sowie der Gewerbetreibenden zu berücksichtigen. Unter dem Motto „Sparen und Investieren“ wird eine budgetverträgliche Lösung angestrebt. Das übergeordnete Ziel ist die Stärkung der Achse CCA-Rathausstraße-Hauptplatz, was sowohl Einwohner als auch Besucher ansprechen soll.
In einem größeren Kontext ist die Sanierung der Rathausstraße Teil einer Investitionsoffensive, wie sie im gemeinsamen Positionspapier vom Deutschen Städte- und Gemeindebund und der Bauindustrie gefordert wird. Das Hauptanliegen ist die effektive Nutzung von Sondervermögen für kommunale Infrastruktur. Die Verbesserung des Rahmens für zügige Investitionen ist von zentraler Bedeutung, um die Transformation der kommunalen Infrastruktur voranzutreiben.
Finanzielle Herausforderungen und Reformbedarf
Die Diskussion über die Sanierung der Rathausstraße zeigt auch die Notwendigkeit auf, die Träger der Infrastruktur zu stärken und deren Entlastung zu fördern. Eine Reform zur Umsetzung dieser Ziele ist unerlässlich, und die Forderung nach einem Dreiklang aus „Entlastung, Digitalisierung, Entbürokratisierung“ ist besonders relevant für die Planung, Genehmigung und Vergabe von Bauprojekten.
Zusätzlich plant die Stadt Amstetten, die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED umzustellen, was nicht nur zur Energieeffizienz beiträgt, sondern auch die Kosten langfristig senken wird. Ein weiteres Beispiel für die Investitionen in die Infrastruktur ist die Brückensanierung auf der B22 in Ybbsitz, für die 925.000 Euro bereitgestellt werden.
Die Sanierung der Rathausstraße und die damit verbundenen Maßnahmen sind also nicht nur ein Schritt in Richtung einer modernen Infrastruktur, sondern auch ein Zeichen für das Engagement der Stadt, die Lebensqualität für alle Bürger zu erhöhen. Für weitere Informationen zu diesem Projekt besuchen Sie bitte die Website von MeinBezirk.