Gabun – ein kleines, aber faszinierendes Land im Herzen von Afrika. Es ist ein Ort, wo der Regenwald bis an die Küste des Atlantiks reicht und wo die Tierwelt so vielfältig ist, dass man manchmal das Gefühl hat, die Natur habe hier noch alle Fäden selbst in der Hand. Mit einer Bevölkerung von nur 2,4 Millionen Menschen gehört Gabun zu den am dünnsten besiedelten Regionen Afrikas. Das ist ein echtes Stück unberührte Wildnis, das darauf wartet, von Naturliebhabern entdeckt zu werden.

Im Loango-Nationalpark, einem der 13 Nationalparks, die seit 2002 unter Schutz stehen, kann man nicht nur Gorillas und Schimpansen beobachten, sondern auch Waldelefanten und Flusspferde, die am Strand baden. Ja, richtig gehört! Die Buckelwale sind von Juli bis September in diesen Gewässern anzutreffen – ein wahrer Höhepunkt für jeden Naturfan. Und für alle, die etwas Geduld haben, die Lederschildkröten, die an der Küste ihre Eier ablegen, sind ein weiteres Wunder der Natur. Gabun wird tatsächlich als exklusives Reiseziel angesehen, aber die steigenden Flugpreise und die begrenzte Auswahl an Unterkünften können die Planung etwas herausfordernd machen.

Ökotourismus in Gabun

Die Entwicklungsgesellschaft Agatour bewirbt Gabun unter dem Slogan „The Last Eden“ und setzt auf maßvollen Ökotourismus. Hier sind Naturliebhaber genau richtig, auch wenn die hohen Kosten für Hotels und Transfers aufgrund der mangelnden Infrastruktur nicht zu unterschätzen sind. Um von der Hauptstadt Libreville nach Port Gentil zu gelangen, einer lebhaften Hafenstadt, sind Fährreisen die einzige Möglichkeit – allerdings sollte man Französisch sprechen, denn die Ticketreservierungen und Fahrpläne sind oft unzuverlässig.

Ein besonderes Erlebnis bieten Expeditionen in den Loango-Nationalpark. Das Max-Planck-Institut hat dort ein Team, das das Sozialverhalten der Flachlandgorillas erforscht. Teilnehmer der Expeditionen haben die Gelegenheit, mit diesen faszinierenden Tieren in Kontakt zu treten. Und ja, die Gorillas haben, komischerweise, ihre natürliche Angst vor Menschen weitgehend abgelegt – sie akzeptieren uns als neutrale Wesen. Manchmal fühlt man sich fast wie ein Teil ihrer Familie, wenn man eine Stunde mit ihnen verbringt. Das ist emotional berührend! Um die Tiere nicht zu gefährden, tragen die Expeditionsteilnehmer Mundschutz.

Reiseplanung und Einreise

Bevor man sich auf den Weg nach Gabun macht, sind einige Dinge zu beachten. Ein Visum oder eine elektronische Einreisegenehmigung ist erforderlich. Die Beantragung kann einige Wochen in Anspruch nehmen. Wer es eilig hat, kann das E-Visum online beantragen, das in der Regel schneller genehmigt wird. Allerdings muss man darauf achten, dass der internationale Flughafen Leon Mba in Libreville der einzige Zugangspunkt ist. Bei der Einreise sollten auch die Dokumente wie Reisepass, Rückflugticket und Nachweis einer Unterkunft bereitliegen.

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Nach einer aufregenden Safari in Gabun könnte man noch einen Abstecher zur Insel São Tomé machen. Diese kleine Perle ist bekannt für ihre Schokoladenmanufaktur von Claudio Corallo, der hocharomatische Kakaopflanzen entdeckte. Die entspannte Lebensart und die vielfältige Natur mit Bergen und Stränden laden zum Verweilen ein. Wer also Abenteuer sucht und gleichzeitig der Hektik des Alltags entfliehen möchte, für den könnte Gabun ein lohnendes Ziel sein – auch wenn die Reiseplanung etwas aufwendiger ist.

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