In der Zeit vom 22. bis 24. Mai 2026 besuchten der Stadtrat von Baden-Baden, Werner Henn, und der designierte Intendant des Baden-Badener Theaters, Simon Meienreis, die rumänische Stadt Temeswar. Ziel dieser Reise war es, die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Baden-Baden und Temeswar wiederzubeleben. Henn, der gebürtig aus Reschitza stammt und Sprecher der EU-Donauraumstrategie ist, betonte die Notwendigkeit grenzüberschreitender Kulturpartnerschaften. Das ist doch ein starkes Zeichen, oder? Der Austausch zwischen diesen beiden Städten hatte in den 1990er Jahren bereits stattgefunden, war aber im Laufe der Zeit eingeschlafen.

Während ihres Aufenthalts besuchten die beiden Gäste zwei bedeutende Kulturinstitutionen in Temeswar. Ein Highlight war die Teilnahme an einem Konzert der Staatsphilharmonie „Banatul“, das von Ovidiu Andriș organisiert wurde. Henn hatte zuvor ein virtuelles Treffen zwischen den Philharmonien von Baden-Baden und Temeswar initiiert, um einen musikalischen Austausch zu etablieren. Simon Meienreis äußerte den Wunsch nach gemeinsamen Produktionen mit Schauspielerinnen und Schauspielern beider Theater und betonte, wie wichtig die erneute Zusammenarbeit zwischen den beiden Häusern sei. Erste konkrete Pläne liegen bereits auf dem Tisch.

Ein kulturelles Fest

Die Gäste aus Baden-Baden hatten auch die Gelegenheit, die Premiere der DSTT-Produktion „Der Zauberberg“ zu besuchen. Diese fand auf Einladung des Direktors des Deutschen Staatstheaters Temeswar, Lucian Vărșăndan, statt. Nach der Vorstellung gratulierten Henn und Meienreis sowohl Vărșăndan als auch dem Regisseur Clemens Bechtel für die gelungene Aufführung. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Kunst und Kultur Brücken zwischen den Menschen schlagen können. Anja Zougouari, die Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Temeswar, schloss sich den Glückwünschen an und zeigte sich erfreut über die Premiere.

Diese kulturellen Begegnungen fallen in einen größeren Rahmen, in dem die EU eine wichtige Rolle spielt. Wie aus den Richtlinien der EU zur internationalen kulturellen Zusammenarbeit hervorgeht, wird die kulturelle Vielfalt in den internationalen Beziehungen der Union gefördert. Diese Strategie verfolgt nicht nur das Ziel, den Kultur- und Kreativsektor für nachhaltige Entwicklung zu nutzen, sondern auch den Frieden zu fördern und interkulturellen Dialog zu ermöglichen. Man könnte sagen, dass diese Besuche, wie der von Henn und Meienreis, Teil eines größeren Puzzles sind, das die EU in ihrer Agenda verfolgt.

Ein Blick in die Zukunft

Die EU hat sich seit 2007 der Kulturförderung verschrieben, und die neue europäische Agenda für Kultur aus dem Jahr 2018 zeigt, wie ernst es der Union mit der kulturellen Zusammenarbeit ist. Mit einem Fokus auf die Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich des Kulturerbes und der Unterstützung von Projekten in Drittländern wird klar, dass diese Initiativen nicht nur auf Europa beschränkt sind. Die künstlerische Zusammenarbeit zwischen Baden-Baden und Temeswar könnte somit auch als Teil dieses größeren, grenzüberschreitenden Austauschs betrachtet werden.

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Wer weiß, vielleicht wird dieser Besuch der Anfang einer neuen Ära der kulturellen Beziehungen zwischen Baden-Baden und Temeswar. Die Hoffnung auf weitere gemeinsame Produktionen und Projekte ist groß. Und vielleicht, nur vielleicht, sieht man bald auch das eine oder andere Stück, das aus dieser inspirierenden Zusammenarbeit hervorgeht. In jedem Fall bleibt es spannend, wie sich diese Partnerschaft entwickeln wird.