Heute ist der 27.06.2026 und die Hitze in Baden ist kaum zu ertragen. Während wir uns durch die Sommermonate quälen, stellt sich die Frage: Wie gehen wir mit der steigenden Temperatur um? Klimaanlagen sind oft das erste, was uns in den Sinn kommt – aber viele Europäer wehren sich gegen sie. Warum? Um nicht an das Versagen beim Klimaschutz erinnert zu werden, könnte man vermuten. Architekten, Banken und Bauherren scheinen die Warnungen zum Klimawandel seit 50 Jahren zu ignorieren. Es ist an der Zeit, innovative Lösungen für die Wärmespeicherung in unseren Wohnräumen zu entwickeln, vor allem, da immer mehr Menschen keine eigenen Wohnungen besitzen.

Eine spannende Studie hat nun die Nutzung von Solarenergie und Altspeiseöl für die Kühlung untersucht. Im Fokus steht ein neuartiges Kühlpaneel, das nicht nur Photovoltaik (PV) nutzt, sondern auch thermoelektrische Kühlung (TE) und Latentwärmespeicher (LHS) kombiniert. Altspeiseöl, das normalerweise als Abfall angesehen wird, wird hier als Quelle für biobasierte Phasenwechselmaterialien (PCM) verwendet. Ein einzelnes Paneel kann eine Kühlleistung von 6 bis 15 kWh pro Tag erbringen und senkt die Spitzentemperaturen in Innenräumen um bis zu 3 °C. An warmen Tagen kann das einen großen Unterschied machen, oder nicht?

Nachhaltige Lösungen für die Hitze

Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis dieser Studie ist, dass die Kühllast um etwa drei Stunden verschoben werden kann. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch eine echte Entlastung für unser Stromnetz. Die techno-ökonomische Analyse zeigt eine Amortisationszeit von 3 bis 4 Jahren, die durch Fördermaßnahmen auf etwa 2 Jahre verkürzt werden kann. Und das Beste daran? Das Paneel spart jährlich rund 1,2 Tonnen CO₂ ein, während es gleichzeitig 40 kg Altspeiseöl reutilisiert. Das belegt eindrucksvoll das Potenzial von aus Abfällen gewonnenem PCM als nachhaltige Kühllösung für Gebäude.

In Deutschland sieht die Situation ein wenig anders aus. Hier liegt der Kühlbedarf für Wohnhäuser in der gemäßigten Klimazone eher bei wenigen heißen Tagen im Sommer. Außenrollläden können oft effizienter und kostengünstiger sein als Klimaanlagen. Dabei ist es interessant zu wissen, dass nur 1-2% der Wohnfläche in Deutschland gekühlt werden, während etwa 50% der Büro- und Verwaltungsgebäude klimatisiert sind. Das gibt zu denken, oder? In Nichtwohngebäuden ist der Energieaufwand für Klimatisierung etwa 100-mal höher.

Ein Blick auf die Emissionen

Klimaanlagen sind nicht ohne weiteres umweltfreundlich. Sie belasten das Klima durch CO₂-Emissionen und Kältemittelemissionen. Kältemittel, die in Split-Klimageräten verwendet werden, bestehen oft aus teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW), die hohe Emissionen verursachen. So betrugen die HFKW-Emissionen in Deutschland im Jahr 2010 405 Tonnen, was 717.400 Tonnen CO₂-Äquivalenten entspricht. Es ist also klar, dass wir bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen auch die Emissionen im Blick haben müssen.

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Doch die gute Nachricht ist: HFKW-freie Systeme sind mittlerweile für viele Anwendungen verfügbar oder stehen kurz vor der Markteinführung. Monosplit-Geräte mit Propan (R290) sind bereits seit 2012 in Indien erhältlich. Sogar VRF-Systeme mit Kohlendioxid (R744) gibt es, wobei sie energetisch weniger effizient sind. Der Fokus auf natürliche Kältemittel wie R290 oder R717 (Ammoniak) könnte einen Wendepunkt darstellen, insbesondere wenn wir die Klimaziele ernst nehmen.

Absorptionskältemaschinen nutzen Wärmeenergie zur Kühlung und können mit Solarwärme betrieben werden. Eine Studie des ILK Dresden hat die Klimawirkung von Kältesystemen in Nichtwohngebäuden und Prozesskälte untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Kältemaschinen mit natürlichen Kältemitteln nicht nur energieeffizienter sind, sondern auch geringere klimarelevante Emissionen aufweisen. Das gibt doch Hoffnung für die Zukunft!

In einer Zeit, in der der Klimawandel mehr denn je spürbar ist, müssen wir kreative und nachhaltige Lösungen finden, um uns an die steigenden Temperaturen anzupassen. Innovative Technologien wie das Kühlpaneel, das Altspeiseöl reutilisiert, könnten ein Schritt in die richtige Richtung sein. Vielleicht ist es an der Zeit, unseren Blickwinkel zu ändern und dem Klimaschutz eine Chance zu geben.

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