In Baden, wo die Luft nach frischem Gras riecht und die Menschen ihr Leben genießen, wird derzeit hinter den Kulissen hart daran gearbeitet, die Sicherheit der Gasversorgung zu gewährleisten. Das Unternehmen Netz NÖ hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Gasnetz kontinuierlich auf seine Unversehrtheit zu überprüfen. Diese Überprüfungen laufen bis Ende Juli in den Bezirken Mödling, Baden, Wiener Neustadt, Neunkirchen und Korneuburg. Lange Zeit war die Kontrolle der Gasleitungen ein aufwendiger Prozess, bei dem Techniker zu Fuß mit mobilen Geräten die Leitungen durchkämmen mussten.

Doch jetzt kommt frischer Wind ins Spiel! Durch die innovative Zusammenarbeit mit der Firma Niederl wird der Gasspür-Prozess nun auch mit speziell ausgestatteten Fahrzeugen durchgeführt. Diese neuen Fahrzeuge sind mit Sensoren bestückt, die in der Lage sind, Gaslecks aufzuspüren, ohne den genauen Verlauf der Leitungen verfolgen zu müssen. Die Untersuchungen finden sowohl tagsüber als auch nachts statt, was bedeutet, dass es keine Ruhepausen gibt, wenn es um die Sicherheit der Bürger geht. Um die Daten zu sammeln, werden keine Foto- oder Videoaufnahmen gemacht, sondern es werden präzise Messdaten zur Methankonzentration in der Luft erfasst.

Optimierung durch modernste Technik

Die neue Methode des fahrzeuggestützten Gasspürens ist Teil eines größeren Projekts, das in Zusammenarbeit mit Italgas und Picarro Technology auf die Beine gestellt wurde. Der Projektleiter Thomas Wagner hebt hervor, dass es besonders nach großen Niederschlägen notwendig ist, die Kontrollen zu verstärken. In Baden und Straßhof werden die neuen Verfahren als Pilotregionen getestet, und die Ergebnisse der neuen Methode werden mit den herkömmlichen Methoden verglichen, die weiterhin parallel eingesetzt werden.

Die Fahrzeuge fahren jeden Straßenabschnitt mehrfach ab, um die Genauigkeit der Ergebnisse zu maximieren. Dabei werden wichtige Daten wie die Gaskonzentration, die Windrichtung und die Örtlichkeit von verdächtigen Leckstellen erfasst. Das zeigt, wie ernst es Netz NÖ mit der Sicherheit der Gasleitungen meint, die in Niederösterreich eine Gesamtlänge von etwa 13.820 km haben.

Handlungsanweisungen bei Gasgeruch

In der heutigen Zeit ist es wichtig, nicht nur auf die Technik zu vertrauen, sondern auch auf das eigene Bauchgefühl. Sollten Sie jemals Gasgeruch in Ihren vier Wänden wahrnehmen, gibt es einige wichtige Verhaltensregeln zu beachten: Lüften Sie den Raum, vermeiden Sie offene Flammen oder Funken, betätigen Sie keine Schalter und telefonieren Sie nicht in der Gefahrenzone. Unterbrechen Sie die Gasversorgung, warnen Sie Ihre Mitbewohner und verlassen Sie den Gefahrenbereich. Und ganz wichtig: Wählen Sie den Gasnotruf 128, sobald Sie sich in Sicherheit befinden. Sicherheit geht vor!

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Die regelmäßige Überprüfung der Gasleitungen erfolgt gemäß gesetzlichen Vorschriften und festgelegten Intervallen, die zwischen einem und neun Jahren variieren, abhängig vom Material der Leitungen. Das zeigt, dass Sicherheit nicht nur ein Schlagwort ist, sondern aktiv gelebt wird. Die Bürger von Baden können sich also entspannt zurücklehnen – ihre Gasversorgung ist in guten Händen.

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