Am 30. Mai 2026 war es endlich soweit: Die Freiwillige Feuerwehr Maria Lanzendorf feierte gemeinsam mit den Feuerwehren Lanzendorf und Leopoldsdorf die Florianifeier. Ein Festtag, der nicht nur die Feuerwehrtradition würdigt, sondern auch die Kameradschaft und den unermüdlichen Einsatz der Mitglieder in den Vordergrund stellt. Die Feierlichkeiten fanden im Feuerwehrhaus von Maria Lanzendorf statt, und trotz des wechselhaften Wetters mit Sturm- und Regenfronten war die Stimmung alles andere als trüb.

Um 15:00 Uhr begann der Festakt mit einem feierlichen Wortgottesdienst, geleitet von Pfarrer FKUR Ernst Faktor und Bruder Clemens. Die Moderation übernahm Markus Podborsky von der FF Laxenburg, der auch eine historische Zusammenfassung der Feuerwehr von Maria Lanzendorf seit ihrer Gründung im Jahr 1886 präsentierte. Aktuell zählt die Feuerwehr 74 Mitglieder, von denen 56 aktiv sind. Kommandant Harald Maier, der seit 2022 im Amt ist und auf 32 Jahre Feuerwehrdienst zurückblickt, stellte sich den Fragen von Bürgermeister und Vizebürgermeister, die ebenfalls anwesend waren.

Ehrungen und Neuaufnahmen

Ein besonders emotionaler Moment war die Ehrung von Hauptbrandmeister Josef Geigl für seine 50-jährige Mitgliedschaft. Wow, das ist eine echte Leistung! Zudem wurden vier Jugendliche in die Feuerwehrjugend angelobt: Florian, Moritz, Robert und Jakob. Das sind die Helden von morgen! Auch die Beförderungen waren ein zentraler Bestandteil der Feier: Fabian Graf wurde zum Feuerwehrmann ernannt, Markus Graf zum Brandmeister und Henrik Lechner wurde befördert. Michael Kleiber erhielt die Ernennung zum Ehrenhauptbrandinspektor. Die Verdienstklasse 3 in Bronze wurde an Philipp Nell, Christian Kogl, HBI Michael Kleiber und Alexander Maier verliehen. Judith Patha wurde für ihre hervorragenden Organisationstätigkeiten geehrt, während Alexander Maier für 40 Jahre Zugehörigkeit und 20 Jahre Verwaltungstätigkeit ausgezeichnet wurde.

Nach dem offiziellen Teil wartete eine leckere Feuerwehrtorte in Form eines Feuerwehrautos, gebacken von Denise Maier. Und was wäre eine Feier ohne Musik? Nach dem Festakt fand ein Dämmerschoppen mit dem Musikverein Schwechat statt, der die Luft mit festlichen Klängen erfüllte. Für die Technik- und Geschichtsinteressierten gab es eine Besichtigung alter Feuerwehrautos und Löschpumpen im hinteren Wiesenbereich. Der Tag betonte nicht nur die Leistungen der Feuerwehr, sondern auch die Dankbarkeit der Bevölkerung für ihren unermüdlichen Einsatz.

Ein Blick über die Grenzen

In einer ganz anderen Ecke Österreichs, in Zell am Ziller, wird ebenfalls eine Florianifeier vorbereitet, und zwar am 26. April 2026. Hier wird die Freiwillige Feuerwehr Zell am Ziller 160 Jahre alt. Die Feier zu Ehren des Schutzpatrons „Hl. Florian“ wird von Dekan Dr. Ignaz Steinwender zelebriert. Auch dort stehen Ehrungen und Beförderungen auf dem Programm, die den gleichen Geist der Gemeinschaft und des Engagements widerspiegeln, den auch die Feuerwehr in Maria Lanzendorf verkörpert.

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Der Heilige Florian, der am 4. Mai 304 starb, gilt als Schutzpatron der Feuerwehr und wird von Feuerwehrleuten in Deutschland, Österreich und Südtirol als Funkrufname verwendet. Sein Name wird täglich angerufen, wenn Hilfe bei Feuer oder anderen Gefahren benötigt wird. Interessanterweise wurde der 4. Mai früher als Tag des Heiligen Florian gefeiert, bevor er 1999 zum „Internationalen Tag der Feuerwehrleute“ umgewidmet wurde. Diese Tradition zeigt, wie tief verwurzelt die Feuerwehr in der Gesellschaft ist und wie wichtig die Gemeinschaft für die Feuerwehrleute ist.

Insgesamt spiegelt die Florianifeier in Maria Lanzendorf nicht nur die Geschichte und Tradition der Feuerwehr wider, sondern auch den unerschütterlichen Zusammenhalt und die Dankbarkeit der Bevölkerung. Ein Tag, der sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird.