Am 22. Mai war es wieder einmal soweit: Ein besorgter Bürger meldete einen Notfall an die Freiwillige Feuerwehr Mannersdorf. Eine Katze war im Werkskanal in Wasenbruck gefangen, und sie konnte sich einfach nicht selbst befreien. Die Feuerwehrleute nahmen sofort die Herausforderung an, und ihre Geduld sowie ihr Fingerspitzengefühl waren gefragt. Mit viel Zureden gelang es ihnen, das Tier zu retten. Nach dem gelungenen Einsatz wurde die Katze wohlbehalten an die Polizei übergeben. Eine erfreuliche Wendung für alle Beteiligten! Weitere Informationen zu diesem Einsatz finden Sie in dem Artikel auf meinbezirk.at.
Es ist erstaunlich, wie oft solche tierischen Notfälle auftreten. Ein anderes Beispiel dafür ereignete sich erst vor kurzem am 30. März 2025. In Schwalmtal, genauer gesagt in der Breslauer Straße, wurde der Löschzug Waldniel durch die Kreisleitstelle Viersen alarmiert. Diesmal ging es um den Kater „Blacky“, der sich in eine 15 Meter hohe Tanne begeben hatte. Durch eine geöffnete Terrassentür war er entwischt und kletterte mutig in die Höhe, allerdings kam er selbst nicht mehr herunter.
Ein spannender Einsatz in Schwalmtal
Die Besitzerin von Blacky war verständlicherweise besorgt und alarmierte die Feuerwehr. Der Einsatzleiter stellte schnell fest, dass eine Rettung mit tragbaren Leitern nicht möglich war; die Drehleiter musste angefordert werden. Komischerweise war diese gerade zu Ausbildungszwecken in Amern-Dilkrath, aber sie kam zügig an die Einsatzstelle. Ein Feuerwehrmann erreichte schließlich die Baumkrone, sicherte den Kater und brachte ihn wohlbehalten zu seiner Besitzerin und deren Sohn zurück. Das Ganze dauerte etwas über eine Stunde, und die Einsatzkräfte hatten ein positives Gefühl nach der Rettung des Tieres. Wie schön, wenn solche Geschichten gut ausgehen!
Tierrettung gehört zu den zentralen Aufgaben der Feuerwehr, und es ist wichtig zu wissen, dass sie nicht nur Menschen, sondern auch Tieren in Notlagen hilft. Ob ein Pferd im Graben steckt, eine Katze im Baum sitzt oder ein brennender Kuhstall gelöscht werden muss – die Feuerwehr ist zur Stelle. Feuerwehrfrau Theresa Balzer hat einen guten Rat: Man sollte die Feuerwehr nur bei unmittelbarer Gefahr für das Tier rufen, denn nicht jedes Tier benötigt sofortige Hilfe. Oft können Katzen selber wieder runterkommen. Allerdings sind Tierrettungseinsätze in der Regel kostenpflichtig für die Tierhalter, auch wenn die Gemeinden die Kosten übernehmen können, falls kein Eigentümer ermittelt werden kann.
In Bayern ist die Situation übrigens etwas entspannter – dort sind Einsätze kostenfrei, wenn eine akute Gefahr für das Tier besteht. Die Kosten variieren jedoch je nach Kommune und Einsatzumfang, und so kann es schon mal sein, dass die Feuerwehr für einen Einsatz mit einem Feuerwehrwagen etwa 500 Euro verlangt. Immerhin trainieren einige Berufsfeuerwehren mit speziellen Dummys für Tierrettungen, was zeigt, wie ernst die Situation genommen wird. Freiwillige Feuerwehren sind wichtig, gerade in der aktuellen Zeit, in der sie auf Nachwuchs angewiesen sind. Wer hätte gedacht, dass die Feuerwehr nicht nur Menschen, sondern auch unsere geliebten Haustiere rettet?
