Heute ist der 9.06.2026 und wir blicken auf das bunte Leben eines besonderen Menschen aus Groß-Schweinbarth – Johann Berthold. Er ist nicht nur Landwirt und Winzer, sondern auch ein leidenschaftlicher Musiker. Schon im zarten Alter von 10 Jahren begann er, Geigen- und Flügelhorn zu spielen, und mit 15 schloss er sich der Blasmusik Groß-Schweinbarth an. Diese Truppe, die 1966 dem Blasmusikverband beitrat, bot ihm zahlreiche Möglichkeiten, sich musikalisch auszudrücken.
Im Laufe der Jahre spielte er in verschiedenen Besetzungen, vom 2. Flügelhorn bis hin zur ersten Trompete. Ab 1989 widmete er sich der B-Tuba und beendete schließlich seine Karriere beim Musikverein Groß-Schweinbarth im Jahr 2009. Berthold war immer aktiv – ob in Gutenstein mit einem Quartett, das von Ernst Wolfram Marboe initiiert wurde, oder als Chorsänger. Seit 1992 singt er beim Seilerchor und wird bis zur Geburtstagsgala des Chorleiters Gerhard Seiler im Jahr 2025 mitwirken. Auch im Kirchenchor Groß-Schweinbarth ist er seit 1996 ein aktives Mitglied und hat dort zahlreiche Auftritte absolviert.
Musikalisches Engagement und gemeinschaftlicher Einsatz
Die musikalische Vielfalt, die Johann Berthold praktiziert, wird durch sein Engagement im Kirchenchor Groß-Inzersdorf ergänzt, wo er unter anderem bei der Messe zum 60. Geburtstag von Pater Johannes auftrat. Dies zeigt, wie stark die Musik in seinem Leben verankert ist und wie wichtig ihm die Gemeinschaft ist. Seine Frau Theresia ist eine große Unterstützung, war sie doch 15 Jahre lang in der Gemeindepolitik tätig. Gemeinsam haben sie zwei Kinder, die Tochter Theresia und den Sohn Johannes, und es ist offensichtlich, dass die Familie eine zentrale Rolle in seinem Leben spielt.
Sein Engagement geht über die Musik hinaus. Von 1963 bis 2000 war er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und befindet sich nun in der Reserve. Auch heute noch trägt er aktiv zu verschiedenen Projekten und Initiativen bei, wo immer Hilfe benötigt wird. Das zeigt, dass seine Leidenschaft nicht nur der Musik, sondern auch der Gemeinschaft und dem Dienst an anderen gilt.
Der Kirchenchor Groß-Inzersdorf
Der Kirchenchor, in dem Johann aktiv ist, hat eine lange Tradition. Die genaue Gründung bleibt zwar unklar, doch es wird angenommen, dass er vor 1800 ins Leben gerufen wurde. Mit Unterbrechungen durch Kriege besteht der Chor bis heute und zählt aktuell 32 Mitglieder. Diese kommen nicht nur aus Groß-Schweinbarth, sondern auch aus Gaiselberg, Jedenspeigen, Loidesthal, Sierndorf und sogar Wien. Einige Mitglieder sind ehemalige Groß-Inzersdorfer, die der Pfarre eng verbunden sind. Der Chor hat eine Vielzahl von Auftritten – von Messen über Hochzeiten bis hin zu Jubiläen und Konzerten im Advent.
Die musikalische Arbeit im Kirchenchor ist nicht nur für die Mitglieder eine Bereicherung, sondern auch für die Gemeinde. Die Orgel, die 1733 fertiggestellt wurde, ist eine Voraussetzung für all diese musikalischen Aktivitäten und trägt zur besonderen Atmosphäre der Aufführungen bei. Die Verbundenheit zur Musik und zum Glauben ist hier deutlich spürbar und schafft ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
In einer Zeit, in der viele Menschen nach Zusammenhalt suchen, strahlt die Musik von Berthold und den Chormitgliedern eine besondere Wärme aus. Diese Leidenschaft wird auch durch die Aktivitäten des Verbands für evangelische Kirchenmusik unterstützt, der eine Plattform für Musiker und Chöre bietet. Veranstaltungen wie die Werkwoche für Kirchenmusik oder die Singtage bieten nicht nur Gelegenheiten zur Weiterbildung, sondern auch zur Vernetzung und zum Austausch zwischen den musikalischen Akteuren.
Johann Berthold ist ein Beispiel dafür, wie Musik und Engagement Hand in Hand gehen können. Seine Geschichte zeigt, dass es nicht nur um den einzelnen Musiker geht, sondern um die Gemeinschaft, die durch das gemeinsame Musizieren entsteht. So bleibt die Melodie der Musik auch in den kommenden Jahren ein wichtiger Bestandteil des Lebens in Groß-Schweinbarth und darüber hinaus.
