Im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf gibt es spannende Neuigkeiten: Die neurologische Versorgung wird nun durch die Schaffung von sieben zusätzlichen Betten erweitert. Diese Maßnahme soll die Behandlungskapazitäten für Patientinnen und Patienten in der Region erhöhen und gleichzeitig auf die steigende Nachfrage reagieren. Die Neurologie spielt eine zentrale Rolle im Klinikum, da sie für Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie neuromuskuläre Erkrankungen zuständig ist. Damit wird nicht nur der Normalpflegebereich, sondern auch die Stroke Unit, Akutrehabilitation, allgemeine Ambulanz und mehrere Spezialambulanzen abgedeckt. Die Erhöhung der Bettenanzahl ist durch organisatorische Änderungen möglich geworden, mit dem klaren Ziel, die Versorgung im Weinviertel zu stärken und Wartezeiten zu reduzieren. Diese Initiative ist Teil des Gesundheitsplans 2040+ sowie des Regionalen Strukturplans Gesundheit 2030 (RSG 2030). Auch in der Abteilungsleitung gibt es Veränderungen: Johann Sellner verlässt das Klinikum am 31. Oktober 2026, und Stefan Pingitzer wird seine Aufgaben übernehmen. Der ärztliche Direktor Ronald Zwrtek hebt die Bedeutung der Neurologie für die Patientenversorgung in der Region hervor. Mehr dazu hier.

Erweiterte Behandlungsmöglichkeiten

Die Abteilung für Neurologie im Klinikum diagnostiziert und therapiert nicht nur Erkrankungen des Nervensystems, sondern bietet auch eine integrierte Versorgung an. Das bedeutet, dass die Patientinnen und Patienten vom Notfall über den stationären Aufenthalt bis hin zur Rehabilitation (sowohl ambulant als auch in Phase B) umfassend betreut werden. Besonders wichtig ist die ganzheitliche Betrachtung – psychische und psychosoziale Aspekte der Betroffenen werden ebenfalls in die Therapie einbezogen. Die Fachkräfte in der Neurologie sind speziell geschult und legen großen Wert auf ihre kontinuierliche Aus- und Weiterbildung.

Die Ausstattung der neurologischen Abteilung kann sich sehen lassen. Neben dem Normalpflegebereich stehen eine Schlaganfallstation, Akutrehabilitation, allgemeine Ambulanz und eine Vielzahl von Spezialambulanzen zur Verfügung. Diese Spezialambulanzen umfassen Bereiche wie Epilepsie, Multiple Sklerose und die Anwendung von Botulinumtoxin bei Dystonie und Spastik. Was die Diagnostik betrifft, so werden hier alle neurosonographischen und neurophysiologischen Verfahren angeboten. Auch die radiologische Versorgung ist rund um die Uhr verfügbar, und die neuesten Labormethoden kommen zum Einsatz. Die enge Zusammenarbeit mit Thrombektomiezentren in Ostösterreich sorgt zudem für eine optimale Versorgung bei akuten Fällen.

Herausforderungen in der Neurologie

Neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz und Parkinson sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich bedeutende Ursachen für die Krankheitslast der Bevölkerung. Laut aktuellen Daten stellen sie eine große Herausforderung für die langfristige gesundheitliche und pflegerische Versorgung dar. Das Robert Koch-Institut hat kürzlich umfassende Analysen zur Prävalenz und Verteilung dieser Erkrankungen veröffentlicht. Es zeigt sich, dass die Notwendigkeit für spezialisierte neurologische Versorgungsstrukturen in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Hier gibt es mehr Informationen dazu.

Insgesamt bezieht sich die Erweiterung der neurologischen Kapazitäten im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf nicht nur auf die Erhöhung der Bettenanzahl, sondern auf eine umfassende Verbesserung der Patientenversorgung in einer Region, die mehr denn je auf solche Angebote angewiesen ist. Die Schritte, die hier unternommen werden, zeigen, dass man die Herausforderungen ernst nimmt und aktiv daran arbeitet, die bestmögliche Betreuung für alle zu gewährleisten.

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