Caritas Tageszentrum in Kleinpertholz eröffnet: Ein neuer Anlaufpunkt für ältere Menschen
In Kleinpertholz, einem kleinen, charmanten Ort in Gmünd, wurde vor kurzem ein neuer Anlaufpunkt für ältere Menschen eröffnet – das Caritas Tageszentrum. Die offizielle Eröffnung dieses neuen Zentrums fand in feierlichem Rahmen statt, unterstützt von der Stadtgemeinde Heidenreichstein, der Caritas und großzügigen Spendern. Hier dreht sich alles um Gemeinschaft, Betreuung und das Wohlbefinden älterer Menschen. Mit einem Probebetrieb, der bereits Anfang März im ehemaligen Gasthaus Weinstabl begonnen hat, wurde ein wichtiger Schritt zur Förderung der sozialen Teilhabe geschafft.
Aktuell werden im Tageszentrum 27 Besucher betreut, wobei der Platz für maximal 14 Senioren der Pflegestufen 1 bis 4 pro Tag vorgesehen ist. Die Öffnungszeiten sind von Montag, Dienstag und Donnerstag jeweils von 8 bis 16 Uhr. In dieser Zeit können die Besucher an einem flexiblen Angebot teilnehmen, das tageweise in Anspruch genommen werden kann. Die Leistungen umfassen professionelle Betreuung, ein Aktivierungsprogramm, gemeinsames Frühstück, Mittagessen, Kaffeejause und verschiedene Freizeitangebote. Die Kosten variieren je nach Pension und Pflegegeld zwischen 5,50 Euro und maximal 37,95 Euro pro Tag. Für Interessierte sind Schnuppertage möglich, und Anmeldungen können direkt bei der Leiterin Bettina Kiefl erfolgen.
Ein Ort der Begegnung
Das Tageszentrum ist nicht nur ein Platz zur Betreuung, sondern auch ein Ort der Begegnung. Die Leiterin Bettina Kiefl beschreibt das Angebot als vielfältig – von kreativem Gestalten über Gedächtnistraining bis hin zu Gesellschaftsspielen und Bewegung. „Es ist wichtig, dass die Senioren sich wohlfühlen und aktiv am Leben teilnehmen können“, sagt Kiefl. Diese Philosophie wird auch von den Besuchern geschätzt. Ein Beispiel ist die Besucherin Elfriede Döller, die von ihren positiven Erfahrungen berichtet und das Gefühl der Gemeinschaft lobt.
Die Bedeutung solcher Einrichtungen wird auch durch die Worte der Nationalrätin Martina Diesner-Wais unterstrichen, die die Wichtigkeit von Betreuungsangeboten für ältere Menschen betont. Es ist unerlässlich, soziale Isolation zu vermeiden und einen Raum zu schaffen, in dem die Senioren nicht nur betreut, sondern auch aktiv in die Gemeinschaft integriert werden. Der Fokus liegt darauf, die Lebensqualität der älteren Menschen zu steigern und sie in ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen.
Planung und Perspektiven
Die Caritas hat bereits das Ziel formuliert, die Auslastung des Zentrums auf 90 Prozent zu erhöhen und langfristig auf fünf Öffnungstage pro Woche auszudehnen. In einer Zeit, in der viele ältere Menschen aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen oder der Corona-Pandemie vermehrt isoliert sind, ist es umso wichtiger, solche Angebote zur Verfügung zu stellen. Die Seniorenbetreuung wird nicht nur als Dienstleistung gesehen, sondern als essentieller Bestandteil eines funktionierenden sozialen Systems.
Die Notwendigkeit, neue Angebote zu entwickeln und anzupassen, wird auch in anderen Einrichtungen, wie zum Beispiel in der Tagesstruktur für ältere Menschen mit Beeinträchtigung, deutlich. Hier werden Rentner und vorzeitig alternde Menschen mit individuellen Angeboten unterstützt, um soziale Isolation zu vermeiden und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern. Die Tatsache, dass solche Einrichtungen in unterschiedlichen Regionen entstehen oder bereits existieren, zeigt den zunehmenden Bedarf an Unterstützungsangeboten für ältere Menschen.
Insgesamt ist das Caritas Tageszentrum in Kleinpertholz ein bedeutender Schritt in Richtung einer besseren sozialen Integration und Versorgung älterer Menschen. Es bietet nicht nur einen Ort der Betreuung, sondern auch eine Plattform für Begegnungen und soziale Teilhabe, die in der heutigen Zeit unerlässlich ist. Die Planungen und zukünftigen Angebote sind vielversprechend und könnten bald noch mehr Senioren erreichen.
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