Heute ist der 3.06.2026 und in Gmünd gibt es wieder einmal spannende Neuigkeiten aus der Welt der Politik. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich in den letzten Tagen mit einer klaren Forderung zu Wort gemeldet, die die Gemüter erhitzen könnte. Es geht um die Superreichen in Deutschland – und die Idee, sie stärker zu besteuern. Das Ziel? Das Gemeinwesen unterstützen, denn die Staatskassen sind, wie man so schön sagt, klamm.
In einem Vorschlag, der die Wiederbelebung der seit fast 30 Jahren nicht mehr erhobenen Vermögensteuer betrifft, fordert DGB-Vorsitzender Stefan Körzell, dass jeder Euro über einem Nettovermögen von 1 Million Euro besteuert werden soll. Verheiratete könnten sogar erst ab 2 Millionen Euro zur Kasse gebeten werden. Aber das ist noch nicht alles: Es gibt auch die Idee einer zusätzlichen Vermögensabgabe für das „oberste Promille“ der Bevölkerung. Diese Abgabe würde 10% auf private Nettovermögen ab 10 Millionen Euro betragen und könnte über 20 Jahre abgetragen werden. Klingt nach einer Menge Geld, oder?
Die Zahlen sprechen für sich
Die Finanzlücken in Bund, Ländern und Kommunen wachsen und gefährden sozialpolitische Errungenschaften, die über Jahre hinweg aufgebaut wurden. Ein Blick auf die Zahl der Superreichen in Deutschland – die, die über 100 Millionen Dollar Vermögen verfügen – zeigt einen Anstieg um etwa 1.100 auf rund 5.000 im Jahr 2025. Diese Superreichen besitzen zusammen mehr als ein Viertel des Finanzvermögens in Deutschland. Das lässt einen schon nachdenklich werden.
Interessanterweise hat sich auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner von der CDU für eine Vermögensteuer ausgesprochen. Das zeigt, dass das Thema nicht nur unter den Gewerkschaften, sondern auch in der Politik an Bedeutung gewinnt. Die Diskussion um die Vermögenssteuer ist nicht neu; sie zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Jahrzehnte. Seit der Abschaffung der Vermögenssteuer im Jahr 1996 unter der Regierung von Helmut Kohl wird darüber debattiert, ob und wie sie wieder eingeführt werden kann.
Der rechtliche Rahmen
Das Vermögenssteuergesetz hat bis heute formell Bestand, obwohl die Steuer seit Jahrzehnten nicht mehr erhoben wird. In der letzten Zeit haben verschiedene politische Parteien – darunter die SPD, die Grünen und die Linken – Vorschläge zur Wiederbelebung der Vermögenssteuer gemacht. Allerdings gibt es auch Widerstand: Kritiker aus den Reihen der CDU/CSU, FDP und AfD befürchten, dass eine Vermögensteuer negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland haben könnte. Argumente wie Doppelbesteuerung und hohe Erhebungs- und Befolgungskosten stehen gegen eine Einführung.
Die Ungleichheit in Deutschland ist ein bedeutendes Thema, besonders wenn man bedenkt, dass die Besteuerung von Erträgen aus Milliardenvermögen in den letzten 30 Jahren gesunken ist. Während der Steuersatz auf nicht ausgeschüttete Gewinne halbiert wurde, blieb der Steuersatz auf Arbeitseinkommen nahezu konstant. Ein gewisser Unmut über diese Entwicklung ist nicht zu übersehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Debatte um die Vermögenssteuer in Deutschland sowohl von Emotionen als auch von wirtschaftlichen Realitäten geprägt ist. Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die auch von Organisationen wie Oxfam thematisiert wird, wirft viele Fragen auf. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion weiterentwickeln wird und ob wir bald eine Rückkehr zur Vermögensteuer erleben dürfen.
