Fusion der Lagerhausgenossenschaften Gmünd-Vitis und Waidhofen an der Thaya zur „Raiffeisen-Lagerhaus Oberes Waldviertel eGen“
In einer spannenden Entwicklung haben die Lagerhausgenossenschaften Gmünd-Vitis und Waidhofen an der Thaya beschlossen, sich zusammenzuschließen. Am 16. Juni und 23. Juni gab es in den Generalversammlungen grünes Licht für die Gründung der „Raiffeisen-Lagerhaus Oberes Waldviertel eGen“. Dieser Schritt ist nicht nur ein bedeutender Schritt für die beiden Regionen, sondern auch ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der genossenschaftlichen Struktur in einem sich schnell verändernden Marktumfeld.
Mit dieser Fusion vereint die neue Genossenschaft rund 4.500 Mitglieder, 19 Agrarfilialen sowie 16 Tankstellen und Dieselabgabestellen. Beeindruckende 700 Mitarbeiter sind in 21 Ortschaften tätig. Der jährliche Umsatz beläuft sich auf etwa 200 Millionen Euro – ein echter Wirtschaftsmotor für die Region. An der Spitze stehen Geschäftsführer wie Günther Hiermann und David Wondra, während der Vorstand unter dem Obmann Hermann Lauter und den Stellvertretern Albin Haidl und Thomas Steiner die Geschicke lenkt. Die Entscheidungen bleiben dabei in regionaler Hand, was für die Mitglieder ein hohes Maß an Mitspracherecht bedeutet.
Herausforderungen meistern
Der Zusammenschluss zielt darauf ab, den Herausforderungen eines dynamischen Marktumfelds zu begegnen und die Zukunft aktiv zu gestalten. In Zeiten, in denen die Landwirtschaft mit steigenden Betriebsmittelkosten, geopolitischen Spannungen und extremen Wetterbedingungen zu kämpfen hat, ist es wichtig, regionalen Zusammenhalt zu fördern und die Wertschöpfung vor Ort zu sichern. Die neue Genossenschaft ist ein starkes Zeichen dafür, dass man auch in schwierigen Zeiten zusammenstehen kann.
Die RWA Raiffeisen Ware Austria AG, die hinter vielen der Lagerhaus-Genossenschaften steht, hat im Geschäftsjahr 2025 ebenfalls bemerkenswerte Entwicklungen durchlebt. Mit einem Umsatz von 3,28 Milliarden Euro und stabilen Mitarbeiterzahlen von rund 3.000 zeigt sich, dass trotz herausfordernder Rahmenbedingungen, wie volatilen Agrarmärkten und hohen Lagerbeständen im Landtechnikmarkt, die genossenschaftliche Struktur stark bleibt. Besonders im Agrargeschäft, das 1,94 Milliarden Euro ausmachte, gab es stabile Entwicklungen in den Kernsegmenten wie Saatgut und Futtermittel.
Investitionen in die Zukunft
Interessanterweise plant die RWA für 2026 strategische Entwicklungsschritte, um sich auf die zukünftigen Herausforderungen besser vorzubereiten. Dazu gehört das „Proteinnovation Discovery“-Programm zur Sicherung der europäischen Proteinversorgung. Auch in den Bereichen erneuerbare Energien und regionale Servicequalität wird investiert – beispielsweise durch den Bau eines neuen Pelletslagers in Pöchlarn und Photovoltaik-Großprojekten. Das zeigt, dass man nicht nur auf die Gegenwart, sondern auch auf die Zukunft fokussiert ist.
Insgesamt ist die Gründung des „Raiffeisen-Lagerhaus Oberes Waldviertel eGen“ ein klares Signal für Zusammenhalt und Innovation in der Region. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Strukturen entwickeln und welche Impulse sie für die Mitglieder und die gesamte Region setzen können. Das Oberes Waldviertel steht somit vor einer spannenden Zeit voller Möglichkeiten – und das ist mehr als nur ein Schritt in die richtige Richtung!
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