Niederösterreichs Talente bereiten sich auf die WorldSkills 2026 in Shanghai vor
Heute ist der 1.07.2026 und in Gmünd spürt man die Aufregung förmlich in der Luft. Elf junge Niederösterreicher sind auf dem Weg, die Herausforderung ihres Lebens zu meistern: die WorldSkills 2026 in Shanghai. Unter ihnen sind auch die beiden Betonbauer Julian Gintner und Michael Pomassl aus Vitis, sowie Marcel Riener, ein Sanitär- und Heizungstechniker aus Reingers. Diese Meisterschaften sind nicht nur ein Wettkampf, sondern eine Plattform für die besten Talente der Welt, um ihr Können unter Beweis zu stellen.
Die WorldSkills finden vom 22. bis 27. September 2026 in Shanghai, China, statt. Rund 1.400 Teilnehmer:innen aus 64 Ländern werden in 36 Einzel- und sechs Teamberufen antreten. Österreich ist mit dem Skills-Team Austria stark vertreten, das mittlerweile auf 48 Teilnehmende gewachsen ist. Unter ihnen befindet sich auch die 18-jährige Friseurin Angelina Rainer aus Dölsach, die in Lienz im Friseursalon Manuela arbeitet.
Auf dem Weg zum Sieg
Julian Gintner hat sich fest vorgenommen, Gold zu holen. Er spricht enthusiastisch über die Bedeutung von Präzision, Schnelligkeit und Teamarbeit. „Was ich anpacke, will ich auch zu Ende bringen. Und in Shanghai heißt das – Gold“, sagt er voller Überzeugung. Um diese Ziele zu erreichen, ist sein Training intensiv. Unter der Anleitung von Manuel Bauer und mit Unterstützung ihres Ausbildungsbetriebs Leyrer + Graf konzentrieren sich Gintner und Pomassl auf ihre Technik und den Umgang mit Zeitdruck.
„Nur mitfahren ist mir zu wenig – ich will gewinnen“, ergänzt Michael Pomassl, der ebenfalls fest entschlossen ist, die Medaille nach Hause zu bringen. Sicherheit, Flexibilität und Teamgeist sind für ihn entscheidend. Die beiden Kollegen sind sich einig: Der Wettkampf wird hart, aber sie sind bereit, alles zu geben. Außerdem plant Pomassl, sich nach den WorldSkills bei Leyrer + Graf weiterzuentwickeln und die Werkmeisterausbildung anzustreben.
Persönliche und fachliche Weiterentwicklung
Marcel Riener sieht die WorldSkills als eine unschätzbare Chance für seine berufliche Entwicklung. „Mit den Besten messen und mein Können bestmöglich zeigen, um Österreich würdig zu vertreten“, so Riener. Seine Vorbereitung umfasst nicht nur technisches Können, sondern auch Zeitmanagement, Konzentration und mentale Stärke. Seine Ausbildungsstätte unterstützt ihn mit praxisnahen Aufgaben, damit er optimal für den Wettkampf vorbereitet ist. „Mit Präzision zum Erfolg!“, lautet sein Motto für Shanghai.
Die Vorbereitungen der Teilnehmer sind bereits in vollem Gange. Internationale Trainings helfen, Wettkampferfahrung zu sammeln. So trainiert beispielsweise Jonas Baltuska aus Niederösterreich im Beruf Optoelektronik in Shanghai, während andere wie die Konditorin Valentina Otzelberger ab April in München an ihren Fähigkeiten feilen. Auch die steirische Einzelhandelskauffrau Anna Tritscher bringt bereits Wettkampferfahrung aus Shanghai mit.
Diese Weltmeisterschaften sind mehr als nur ein Wettkampf. Sie sind ein Schaufenster für die duale Ausbildung und qualifizierte Fachkräfte, betont SkillsAustria-Präsident Josef Herk. Ein Platz im Nationalteam für den neuen Skill Schienenfahrzeugtechnik bleibt noch vakant und wird im Sommer besetzt. Die Vorfreude auf das Event wächst, und die junge Generation zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Engagement und Leidenschaft für den eigenen Beruf sind. In wenigen Monaten wird sich zeigen, wer die besten Fachkräfte der Welt sind.
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