Am 8. Juli 2026 war es für die Schülerinnen des 1. Aufbaulehrganges Wirtschaft des Schulzentrums in Gmünd ein ganz besonderer Tag. Sie hatten die Möglichkeit, das ORF Landesstudio Niederösterreich zu besuchen und dabei in die spannende Welt des Filmemachens einzutauchen. Der Workshop, der im Rahmen dieses Besuchs stattfand, drehte sich um die Entstehung der beliebten TV-Reihe „Universum History“. Eine interessante Erfahrung, die nicht nur das Interesse für die Medien weckte, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen gewährte.

Die Filmemacherin Iris Fegerl und die ORF-Sendungsverantwortliche Caroline Haidacher führten die Gruppe durch das Programm. Dabei wurde erklärt, welche zentralen Schritte zur Produktion von historischen Dokumentationen nötig sind, wie viel Zeit und Aufwand in solche Projekte fließen und welche inhaltlichen Zielsetzungen verfolgt werden. Die Schülerinnen hatten die Gelegenheit, verschiedene Ausschnitte aus „Universum History“-Produktionen zu sehen, die ihnen das Handwerk des Geschichtenerzählens näherbrachten. Den krönenden Abschluss bildete der Trailer zur Produktion „Das Wunderteam – Als Österreich Fußballgeschichte schrieb“, der die Vorfreude auf die aktuelle Fußball-Weltmeisterschaft zusätzlich anheizte. Ein Gewinnspiel zu diesem Anlass sorgte für noch mehr Begeisterung.

Ein Blick auf „Universum History“

Der Workshop verdeutlichte eindrucksvoll die Professionalität, mit der „Universum History“ historische Themen aufbereitet. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Kunst des Geschichtenerzählens in den Vordergrund gestellt. Alexander Hecht, ein Historiker und Mitarbeiter beim ORF, bringt seine jahrelange Erfahrung ein, um historische Themen spannend zu vermitteln. Geboren in Wien und mit italienischen sowie tschechischen Vorfahren hat er Geschichte und Romanistik studiert. Seit seinem Einstieg beim ORF im Jahr 1998 hat Hecht in verschiedenen Bereichen gearbeitet, unter anderem zur digitalen Sicherung des audiovisuellen Erbes, und war auch als Korrespondent in Rom tätig.

Sein Wissen und seine Leidenschaft fließen seit 2025 in die Redaktion von „Universum History“ ein, wo er dafür sorgt, dass die Zuschauerinnen nicht nur informiert, sondern auch unterhalten werden. Das ist ein Balanceakt, der nicht immer einfach ist, aber der es schafft, das Publikum zu fesseln und wichtige Themen auf ansprechende Weise zu präsentieren.

Ein kurzer Rückblick auf das Fernsehen in Österreich

Der Besuch im ORF Landesstudio ist auch ein Zeichen für die Entwicklung des Fernsehens in Österreich. Seit dem ersten Sendetag im August 1955, als das österreichische Fernsehen insgesamt 12 Stunden sendete, hat sich viel getan. Damals waren Livesendungen noch eine Seltenheit, und die ersten großen Herausforderungen warteten auf die Fernsehpioniere, die oft auf Lichtbildstellen der Ministerien und ausländische Informationszentren angewiesen waren. Die erste Livesendung, die Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper, fand erst am 5. November 1955 statt, und erst einige Zeit später wurden die ersten Nachrichtensendungen wie „Zeit im Bild“ ausgestrahlt.

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Die Geschichte des Fernsehens ist also auch eine Geschichte von Fortschritt und Herausforderungen. Das ORF hat sich über die Jahrzehnte hinweg entwickelt und mit Formaten wie „Universum History“ einen wichtigen Beitrag zur Aufbereitung von Geschichte und kulturellen Themen geleistet. In einer Zeit, in der Informationen oft schnelllebig konsumiert werden, ist es wichtig, dass auch historische Themen ihren Platz im Fernsehen finden – spannend und informativ, so wie es die Schülerinnen am eigenen Leib erfahren konnten.

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