Im Bezirk Gmünd wird es für viele Unternehmen und Arbeitsuchende gerade etwas turbulent. Eine aktuelle Erhebung des Wirtschaftsbunds zeigt, dass mehr als 1.000 Stellen unbesetzt sind. Laut dem Stellenmonitor für Juni sind genau 1.009 Mitarbeiter gesucht, eine Zahl, die sowohl offene Stellen erfasst, die beim AMS gemeldet wurden, als auch solche, die online ausgeschrieben sind. In diesem Zusammenhang wird die Situation für die Betriebe immer herausfordernder. Denn beim AMS sind aktuell 425 offene Stellen gemeldet, während gleichzeitig 732 Personen als arbeitslos vorgemerkt sind. Die Diskrepanz zwischen offenen Stellen und Arbeitslosen verdeutlicht die Schwierigkeiten im Bezirk.

Diese Situation hat auch die Entscheidungsträger auf den Plan gerufen. WBNÖ-Direktor Harald Servus und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker setzen sich vehement für weitere Entlastungen für Unternehmen ein. Ecker hebt hervor, dass hohe Arbeitskosten und Bürokratie die Suche nach passenden Mitarbeitern erschweren. Wichtige Maßnahmen, die sie ins Spiel bringen, sind eine Senkung der Lohnnebenkosten, die Einführung einer Aktivpension und ein Bürokratieabbau. Unbesetzte Stellen führen schließlich zu unerledigten Aufträgen und eingeschränkten Öffnungszeiten, was für die gesamte Region nicht gerade positiv ist.

Branchen im Blick

Ein Blick auf die offenen Stellen im Bezirk zeigt, dass die Nachfrage über verschiedene Branchen verteilt ist. Im Bau- und Baunebengewerbe sowie in der Holz- und Gebäudetechnik werden insgesamt 158 Mitarbeiter gesucht. Auch im Handel, der Logistik und dem Verkehr sind 160 Stellen offen. Besonders hervorzuheben ist die Chemie- und Biotechnologie, wo 119 Mitarbeiter benötigt werden. In der Gesundheits- und Sozialbranche sind es 100 Stellen, die darauf warten, besetzt zu werden. Die Zahlen zeigen deutlich, wo die größten Herausforderungen liegen und wo gezielt angesetzt werden sollte.

Um die Situation zu verbessern, hat das AMS Gmünd auch einen Wechsel an der Spitze erfahren. Seit dem 18. März 2024 leitet Manuela Ritter die AMS-Geschäftsstelle. Sie folgt auf Harald Resch, der in die Landesgeschäftsstelle des AMS Niederösterreich wechselt. Resch konnte während seiner Zeit in Gmünd die Langzeitarbeitslosigkeit um 44% senken. Manuela Ritter, die bereits seit 2008 im AMS tätig ist, betont die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und die enge Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben als ihre Hauptprioritäten.

Aktuelle Arbeitsmarktzahlen

Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Arbeitsmarktsituation weiter entwickeln wird. Ende März 2024 waren in Gmünd 943 Personen arbeitslos, was einem Anstieg von 6,4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau von 2019 ist jedoch ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 30,5% zu verzeichnen. Die Zahl der sofort verfügbaren offenen Stellen im AMS Gmünd ist um 23,7% auf 284 gesunken, bleibt jedoch im langfristigen Vergleich hoch. Gleichzeitig wurden seit Jahresbeginn 279 Stellen besetzt, und 736 Personen fanden eine neue Anstellung.

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Die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt in Gmünd zeigt, wie wichtig es ist, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer zu unterstützen. Weitere Informationen und Statistiken finden Sie auch auf der Webseite der Arbeitsagentur.

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