Am 12. Mai 2026 feierte das Mutter-Kind-Haus in Hollabrunn ein ganz besonderes Jubiläum: 30 Jahre am aktuellen Standort! Und das ist nicht alles – insgesamt blickt die Einrichtung auf 55 Jahre Mutter-Kind-Betreuung in der Region zurück. Ein Grund zum Feiern, das sich auch in der Luft bemerkbar machte. Zahlreiche Gäste, darunter ehemalige Bewohnerinnen, Vertreter aus Politik und sozialen Einrichtungen, waren gekommen, um dieses Ereignis gebührend zu würdigen. Die Atmosphäre war geprägt von Dankbarkeit und Erinnerungen.
Direktorin Jeanette Stadt, die schon seit 23 Jahren Teil der Einrichtung ist, teilte bewegende Erlebnisse aus ihrer Zeit. Ihre Worte ließen die Herausforderungen und auch die Erfolge lebendig werden, die die jungen Mütter und ihre Kinder hier erlebt haben. Das Mutter-Kind-Haus bietet Platz für acht Mütter und ihre Kinder, die oft aus schwierigen Lebenssituationen kommen. Das ist ein sicherer Hafen, in dem Unterstützung und Verständnis im Mittelpunkt stehen.
Einblicke in die Betreuung
Agnes Harmer, die Bereichsleiterin, berichtete stolz, dass bereits rund 500 Kinder in der Einrichtung betreut wurden. Das ist eine beeindruckende Zahl und zeigt, wie wichtig diese Einrichtung für die Region ist. Die Sozialpädagoginnen Julia Lipnik und Daniela Gric hoben die Bedeutung der intensiven Begleitung für die jungen Mütter hervor. Sie nehmen sich Zeit, um den Frauen in Krisensituationen zur Seite zu stehen. Man spürt förmlich, wie wichtig die persönliche Betreuung in solch herausfordernden Lebensphasen ist.
Besonders berührend waren die persönlichen Erfahrungen, die einige Bewohnerinnen mit den Anwesenden teilten. Ihre Dankbarkeit für die Unterstützung und die Möglichkeit, hier einen Neuanfang zu wagen, war unüberhörbar. Landesrätin Eva Prischl und Landtagsabgeordneter Richard Hogl würdigten die wertvolle Arbeit der Einrichtung und die Bedeutung, die sie für die Mütter hat. Gemeinsam mit den Müttern, Kindern und Betreuern sorgten sie für einen musikalischen Rahmen, der den Festakt unvergesslich machte.
Ein Blick über den Tellerrand
Doch was macht das Mutter-Kind-Haus so besonders? Ähnlich wie die MUKI-Einrichtungen, die sich in anderen Teilen Österreichs befinden, bieten sie nicht nur Wohnplätze, sondern auch umfassende Unterstützung durch diplomierte Sozialarbeiterinnen, Psychologinnen und Pädagoginnen. Alleinerziehende Mütter und Väter, die von Obdachlosigkeit oder sozialen Problemen betroffen sind, finden hier einen Weg, Krisen zu überwinden, den Lebensunterhalt zu sichern und eine eigene Wohnung zu finden. Bis zu zwei Jahre können KlientInnen in den betreuten Wohnungen leben – ein echter Neuanfang!
Diese Form des Zusammenlebens und der Unterstützung ist in Österreich einzigartig. Es fördert Offenheit und den Austausch zwischen den Generationen. Wenn man durch die Räume des Mutter-Kind-Haus schreitet, spürt man die Wärme, die diese Gemeinschaft ausstrahlt. Hier werden nicht nur Kinder betreut, sondern es entsteht ein Ort, an dem Vertrauen und Hoffnung wachsen können.
Der Festakt in Hollabrunn war mehr als nur eine Feier. Es war ein Zeugnis für die Menschen, die hier einen Teil ihres Lebens verbracht haben, und für die vielen, die noch kommen werden. Das Mutter-Kind-Haus bleibt ein wichtiger Anlaufpunkt, ein Zuhause für diejenigen, die es am meisten brauchen. Es gibt noch viel zu tun – aber eines ist sicher: Hier wird mit Herz und Hingabe gearbeitet!
Für weitere Informationen über die MUKI-Einrichtungen und ihre Angebote, besuchen Sie bitte diese Website.