Außergewöhnliches Konzert des Quartetto di Cremona in der Dominikanerkirche Retz
In der malerischen Dominikanerkirche in Retz fand am 14. Juni 2026 ein außergewöhnliches Konzert statt. Das Quartetto di Cremona, eines der renommiertesten Streichquartette Europas, betrat die Bühne und zog damit zahlreiche Musikliebhaber in seinen Bann. Die Veranstaltung war Teil des grenzüberschreitenden Musikfestivals Concentus Moraviae, das in diesem Jahr bereits zum 31. Mal als kulturelles Projekt zwischen Tschechien und Österreich durchgeführt wird. Es ist schon eine Tradition, dass die Dominikanerkirche als Austragungsort für solch hochkarätige Konzerte dient und damit ihren Platz in der regionalen Kulturszene festigt.
Die Musiker des Quartetto di Cremona – Christiano Gualco, Paola Andreoli, Simone Gramaglia und Giovanni Scaglione – sind nicht nur Meister ihres Fachs, sondern auch Botschafter des Projekts „Freunde von Stradivari“. Diese Verbindung zur berühmten Geigenbaukunst der Stadt Cremona, die als Wiege des Geigenbaus gilt, bringt eine besondere Note in ihre Darbietungen. Bei diesem Konzert konnten die Gäste Werke von Giuseppe Verdi, Maurice Ravel und Hugo Wolf erleben, unterstützt von der beeindruckenden Sopranistin Magdalena Kožená und dem Stardirigenten Simon Rattle. Die musikalische Atmosphäre war einfach überwältigend!
Ein Hauch von Geschichte
Die Stadt Cremona hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 218 v. Chr. reicht, als sie von den Römern besiedelt wurde. Sie ist berühmt für ihre Geigenbauerfamilien wie Amati, Bergonzi, Guarneri und Stradivari. Diese Tradition wird in der heutigen Zeit von Ensembles wie dem Quartetto di Cremona lebendig gehalten, die auf historischen Streichinstrumenten aus dem 17. und 18. Jahrhundert spielen. So klang das Konzert beinahe so, als würde Antonio Stradivari persönlich seine Geigen vor dem Auftritt stimmen – ein wahrhaft historischer Klang und eine unverwechselbare Atmosphäre, die die Zuhörer in ihren Bann zog.
Unter den Gästen waren auch lokale Persönlichkeiten, darunter Bürgermeister Stefan Lang und Tourismusobmann Daniel Wöhrer. Sie alle waren sichtlich beeindruckt von der Qualität der Darbietung und der Bedeutung der Dominikanerkirche als Veranstaltungsort. Das Konzert bestätigte einmal mehr den hohen Stellenwert der Kirche im kulturellen Leben der Region.
Ein Blick über die Grenzen
Das Festival Concentus Moraviae ist nicht nur ein bedeutendes kulturelles Ereignis für Österreich, sondern auch für Tschechien. Es fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und bringt Künstler sowie Musikliebhaber zusammen. In einer Zeit, in der kulturelle Austauschprogramme wichtiger denn je sind, zeigt dieses Festival, wie Musik Brücken zwischen Menschen und Nationen bauen kann. Die Dominikanerkirche in Retz, mit ihrer beeindruckenden Akustik und historischen Kulisse, bietet dafür den perfekten Rahmen.
Doch nicht nur in Retz wird die Geigenbautradition hochgehalten. Auch in Markneukirchen, einer Stadt im sächsischen Erzgebirge, hat der Geigenbau eine lange Geschichte. Dort entstanden im 19. Jahrhundert viele Betriebe, die jährlich zehntausende Geigen produzierten. Die Tradition des Geigenbaus hat sich über Jahrhunderte entwickelt und lebt bis heute in kleinen, handwerklich orientierten Werkstätten weiter. Diese Verbindungen zwischen den Regionen und ihren musikalischen Traditionen sind von unschätzbarem Wert.
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