Die Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Hollabrunn, die von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) durchgeführt werden, sind in vollem Gange. Im Zeitraum vom 18. April bis 2. Mai 2026 werden umfassende Arbeiten durchgeführt, die nicht nur den Bahnhof selbst betreffen, sondern auch die umliegenden Verkehrsanbindungen. Die Erneuerung von rund 450 Metern Gleis und die Verlegung von drei neuen Weichen stehen dabei im Mittelpunkt. Diese Maßnahmen sind Teil einer größeren Reinvestitionsoffensive, die die Sicherheit und den Betrieb des Bahnsystems verbessern soll.

Fahrgäste müssen jedoch mit Einschränkungen auf der Linie S3 zwischen Göllersdorf und Hollabrunn rechnen. In diesem Abschnitt fallen Züge aus, und ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet, auch in Breitenwaida. In Göllersdorf werden die Busse als Anschluss an die Züge aus Wien fahren. Es ist wichtig zu beachten, dass Züge in Richtung Wien nicht auf die SEV-Busse warten werden. Die S-Bahn-Züge der Linie S3 beginnen und enden in Göllersdorf, während die Züge der Linie REX3 regulär verkehren, ohne von den Arbeiten betroffen zu sein.

Betriebliche Auswirkungen und Umleitungen

Zusätzlich zu den laufenden Arbeiten wird es am 2. Mai 2026 eine Streckensperre auf der Nordwestbahn zwischen Stockerau, Retz und Znojmo geben, die von 3:30 Uhr bis 3:30 Uhr am 3. Mai 2026 dauert. Alle Züge auf diesem Abschnitt sind betroffen. Auch die Fußgänger-Eisenbahnkreuzung beim Lagerhaus wird gesperrt, weshalb eine Umleitung über den Bahnhofsvorplatz Hollabrunn notwendig ist. Um die Beeinträchtigungen für den Zugverkehr so gering wie möglich zu halten, sind auch Nachteinsätze geplant, um die Arbeiten effizient voranzutreiben.

Die ÖBB haben sich dazu verpflichtet, die Anrainer:innen über die Arbeiten zu informieren, um die Unannehmlichkeiten zu minimieren. Diese Modernisierungsarbeiten sind Teil einer umfassenden Initiative, die auch andere Bahnhöfe an der Strecke betrifft. So werden beispielsweise die Bahnhöfe in Göllersdorf, Hetzmannsdorf-Wullersdorf, Guntersdorf und Zellerndorf modernisiert, wobei Zellerndorf durch den Einbau von Liften barrierefrei gestaltet wird. Zudem werden die Bahnsteige in Stockerau, Sierndorf, Hollabrunn und Unterretzbach auf 220 Meter verlängert und zwölf Bahnübergänge sowie Gleisabschnitte und Weichen modernisiert.

Langfristige Ziele und Investitionen

Die Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Hollabrunn sind Teil eines größeren Plans der ÖBB, die von 2025 bis 2030 insgesamt 19,7 Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Bahninfrastruktur investieren werden. Jährlich stehen dabei konstant über 3,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Hauptziele dieses Rahmenplans sind die Erweiterung des Angebots in Ballungsräumen, die Dekarbonisierung des Bahnverkehrs sowie die Digitalisierung und Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur. Mobilitätsminister Peter Hanke hebt die Bedeutung dieser Investitionen für die heimische Konjunktur hervor.

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Die Koralmbahn, die 2025 in Betrieb genommen werden soll, sowie der Semmering-Basistunnel und die Modernisierung der S-Bahn Wien sind nur einige der wichtigen Projekte, die in den kommenden Jahren realisiert werden. Trotz notwendiger Einsparungen im Bundesbudget werden keine Projekte gestrichen, sondern einige lediglich verschoben, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Für weitere Informationen über die aktuellen Baustellen und den Schienenersatzverkehr können Fahrgäste die ÖBB-Website nutzen. Es ist jedoch zu beachten, dass die Nutzung dieser Dienste eine automatische Erhebung personenbezogener Daten zur Folge hat, die gemäß den Bestimmungen der DSGVO verarbeitet werden.

Insgesamt zielen die ÖBB darauf ab, ein attraktives Mobilitätsangebot und eine leistungsfähige Infrastruktur zu schaffen, um den wachsenden Anforderungen der Fahrgäste gerecht zu werden. Diese Maßnahmen sind nicht nur für Hollabrunn, sondern für das gesamte österreichische Schienennetz von großer Bedeutung.

Weitere Details zu den Modernisierungsarbeiten können unter folgendem Link eingesehen werden: ÖBB Pressemitteilung.