In Horn, Österreich, hat das Landesklinikum eine wichtige diagnostische Methode zur Erkennung der Herzamyloidose etabliert. Diese Erkrankung, die oft lange unbemerkt bleibt, äußert sich durch unspezifische Symptome wie Atemnot, Müdigkeit, geschwollene Beine und Herzrhythmusstörungen. Solche Symptome können viele Ursachen haben, doch eine mögliche, jedoch seltene Ursache sind abnorme Eiweißablagerungen im Herzmuskel, auch bekannt als Amyloide. Diese Ablagerungen führen zu einer Verdickung und Versteifung des Gewebes, was das elektrische Leitungssystem des Herzens beeinträchtigt. Eine zeitnahe Diagnose ist entscheidend für den Therapieverlauf, weshalb die neue Methode am Landesklinikum Horn von großer Bedeutung ist.

Früher erforderte die Diagnose häufig eine invasive Herzmuskelbiopsie, die mit einem gewissen Risiko verbunden war. Heute hingegen wird die Szintigraphie eingesetzt, eine schonendere und nicht-invasive Methode. Bei dieser Untersuchung wird eine geringe Menge einer leicht radioaktiven Substanz intravenös injiziert, die sich in den Amyloidablagerungen im Herzen anreichert. Die Strahlenbelastung ist gering, und das Verfahren ist in der Regel schmerzfrei für die Patienten. Gesundheitslandesrat Anton Kasser hebt hervor, wie wichtig diese Methode für die Versorgung herzkranker Patienten im Waldviertel und in Niederösterreich ist.

Die Durchführung der Szintigraphie

Nach der Injektion der radioaktiven Substanz erfolgt eine Wartezeit von etwa drei Stunden, in der sich die Substanz im Körper verteilt. Anschließend werden die Aufnahmen meist in Form einer SPECT/CT durchgeführt. Ziel dieser Untersuchung ist es, die Lokalisation und Ausdehnung der Ablagerungen im Herzmuskel sichtbar zu machen. Die eigentliche Untersuchung dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten und ermöglicht es, bereits in frühen Stadien Veränderungen am Herzen zu erkennen und gezielte Behandlungsmöglichkeiten einzuleiten.

Behandlungsmöglichkeiten bei Herzamyloidose

Die Behandlung der Herzamyloidose hängt von der spezifischen Form der Erkrankung und den betroffenen Organsystemen ab. Bei kardialer Amyloidose werden Symptome wie Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen behandelt. Neue Therapien wie Tafamidis und Acoramidis, die 2020 zugelassen wurden, zielen darauf ab, Ablagerungen des Eiweißes TTR zu bremsen und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Zudem gibt es innovative Gene-Silencing-Therapien, die die Produktion des schädlichen TTR in der Leber verringern.

Das Landesklinikum Horn hat sich somit als ein medizinisches Zentrum etabliert, das Patienten mit Verdacht auf Herzamyloidose die Möglichkeit bietet, sich diagnostisch abklären zu lassen. Die Kombination aus moderner Diagnostik und innovativen Behandlungsmethoden zeigt, wie wichtig es ist, solche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um die Lebensqualität der Betroffenen zu sichern.

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Für weitere Informationen zur Herzamyloidose und zur Szintigraphie können Sie die vollständigen Artikel auf Kurier, Nuklearmedizin Neumann und Herzstiftung nachlesen.