Galerie der Moderne eröffnet nach Renovierung mit neuer Ausstellung
Heute ist der 3. Juli 2026 und ein aufregendes Ereignis hat sich auf der Schleswiger Museumsinsel vollzogen: Die Galerie der Moderne hat nach zwei Jahren Schließung ihre Tore geöffnet! Mit einer beeindruckenden Sammlung von 350 Werken namhafter Künstlerinnen und Künstler zieht die Galerie nun Kunstliebhaber und Neugierige gleichermaßen an. Das alte Schild mit dem Namen „Galerie der klassischen Moderne“ bleibt zwar über dem Eingang, aber im Inneren hat sich einiges verändert. Die Ausstellungsräume wurden umfassend modernisiert und ein neues Konzept wurde von Dr. Uta Kuhl und Dr. Ingo Borges erarbeitet.
Die Ausstellung erstreckt sich über 2.000 Quadratmeter und umfasst Werke von großen Expressionisten wie Emil Nolde, Alexej von Jawlensky, Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner. Diese Künstler haben nicht nur die Kunstszene geprägt, sondern auch wichtige gesellschaftliche Themen ihrer Zeit reflektiert. Besonders spannend wird es, wenn die Werke in einem chronologischen Dialog präsentiert werden, der von 1900/1910 bis zur Gegenwart reicht.
Kunst und Geschichte im Dialog
Ein Highlight ist sicherlich die Sammlung Horn, die am 3. Juli 2026 auf die Museumsinsel zurückkehrt. Diese umfasst über 180 Werke, die nicht nur bedeutende Expressionisten beinhalten, sondern auch Werke von Schleswig-Holsteinern wie Christian Rohlfs und Ernst Barlach. Die Ausstellung thematisiert verschiedene Epochen, einschließlich der wilden Zwanziger und der beiden Weltkriege, und regt zum Nachdenken über die deutsche Geschichte an. Kuratorin Uta Kuhl erklärt, dass die Werke in einen Dialog treten und neue Perspektiven aufzeigen – sogar der letzte Raum endet in einer Sackgasse, was die Betrachtung der Kunstwerke auf eine spannende Weise herausfordert.
Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf einer Installation der dänischen Künstlerin Benedikte Bjerre, die sich mit den drängenden Themen Klimawandel und Konsum auseinandersetzt. Ein kluger Schachzug, denn diese Themen sind aktueller denn je und laden zur Diskussion ein. Die Galerie wird bis Anfang Oktober geöffnet sein und plant zudem Führungen und Konzerte, die sicherlich das Erlebnis abrunden werden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise
Wenn ihr euch fragt, wann ihr die Galerie besuchen könnt: Sie hat von Dienstag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, am Samstag und Sonntag sogar schon ab 10 Uhr. Die Eintrittspreise sind mit 7,00 Euro für Erwachsene, 5,00 Euro ermäßigt, 15,00 Euro für Familien und nur 3,00 Euro für Kinder und Jugendliche mehr als fair.
Die umfassende Ausstellung gibt auch Einblicke in den Umgang westlicher Museen mit kolonialen Werken und stellt den Zusammenhang zwischen Expressionismus und Kolonialismus in den Fokus. Ein ganzes Spektrum an gesellschaftskritischen Aspekten wird beleuchtet, die die Relevanz des Expressionismus für unsere heutigen gesellschaftspolitischen Themen verdeutlichen.
Ein Kunstort im Wandel
In der Region gibt es außerdem eine spannende Wanderausstellung, die Kirchenfenster in Hamburg und Schleswig-Holstein in Fotografien von Jan Petersen zeigt. Diese Bestandsaufnahme umfasst über 700 Kirchen und wird von einem Buch begleitet, das mit 580 Seiten und mehr als 1.000 Fotos aufwartet. Diese Ausstellung zeigt, wie tief die Kunst in unserer Kultur verwurzelt ist und gibt einen weiteren Einblick in die vielfältige Kunstszene Schleswig-Holsteins.
Die Galerie der Moderne und die Rückkehr der Sammlung Horn sind ein großer Schritt für die Kunstlandschaft in Schleswig-Holstein. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall – nicht nur für Kunstliebhaber, sondern für jeden, der sich für die Geschichte und die gesellschaftlichen Themen unserer Zeit interessiert. Man könnte sagen, die Kunst tritt hier in einen Dialog, der zum Nachdenken anregt und inspiriert.
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