Im Bezirk Horn wird die Zukunft der Blutspende aktiv gestaltet. Anfang Mai trafen sich die Organisatoren der Blutspendeaktionen und legten den Fokus auf die bevorstehenden Herausforderungen. Ein Thema, das alle bewegt: Wie können wir die Spenderzahlen steigern, besonders unter jungen Menschen? Die demografische Entwicklung macht sich bemerkbar, und es ist kein Geheimnis, dass viele langjährige Spender bald die Altersgrenze erreichen. Der Austausch über Erfahrungsberichte aus den Gemeinden war dabei besonders aufschlussreich. Die Frage, wie wir die nächste Generation für das Blutspenden begeistern können, schwebte wie ein Schatten über dem Treffen.
Jürgen Unterberger von der Blutspendezentrale und Sabine Kohlbauer von der Gebietsbetreuung unterstützten die Planung und Mobilisierung der kommenden Blutspendetermine. Sie sind echte Stützen in der Organisation der regionalen Aktionen und zeigen, wie wichtig Teamarbeit ist. Immerhin benötigt das Gesundheitssystem in Österreich alle 90 Sekunden eine Blutkonserve – das sind etwa 1.000 Konserven pro Tag! Die Nachfrage ist also enorm.
Demografische Herausforderungen
Ein zentraler Punkt, der in den Gesprächen immer wieder aufkam, war die Veränderung der Alterspyramide. Während wir auf die Herausforderungen blicken, müssen wir auch Lösungen finden. Die Gewinnung junger Menschen für regelmäßige Blutspenden gestaltet sich als schwierig. Die Organisatoren sind sich einig: Es braucht kreative Ansätze und vielleicht auch eine andere Ansprache, um das Interesse zu wecken.
Das Bild, das sich abzeichnet, ist klar: Der demografische Wandel betrifft nicht nur den Bezirk Horn, sondern auch andere Regionen. In Deutschland wird der Mangel an jüngeren Spenderinnen ebenfalls als ernsthaftes Problem angesehen. Laut Georg Götz, dem Vorsitzenden der DRK-Blutspendedienste, ist generationsübergreifendes Engagement unerlässlich. Die Blutspenden sind nicht nur für Schwerverletzte wichtig, sondern auch für Krebspatientinnen und andere, die auf regelmäßige medizinische Versorgung angewiesen sind.
Ein Aufruf zum Handeln
Der nächste Weltblutspendetag am 14. Juni 2025 wird sicherlich ein weiterer Anlass sein, auf die Bedeutung des Blutspendens hinzuweisen und die Spender*innen für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Auch wenn die Spendenbereitschaft in den Sommermonaten oft zurückgeht, bleibt der tägliche Bedarf an Blutpräparaten konstant hoch. In Hessen und Baden-Württemberg etwa werden täglich rund 2.700 Blutspenden benötigt.
Wer Interesse hat, seine eigene Blutspende-Karriere zu starten, kann sich über die Website der DRK-Blutspendedienste informieren. Die Blutspende dauert maximal eine Stunde, die Entnahme selbst nur etwa 15 Minuten. Ein kleiner Aufwand für eine große Wirkung!
In Horn wird bereits jetzt an der Zukunft gearbeitet. Mit einem starken Team und dem richtigen Fokus auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft können die Herausforderungen der nächsten Jahre gemeistert werden. Es ist eine Aufgabe, die uns alle betrifft – und jeder Beitrag zählt.