Heute ist der 25.06.2026. Tragische Nachrichten erreichen uns aus dem Bezirk Korneuburg, wo drei Männer am Donnerstag aus dem Marchfeldkanal geborgen wurden. Diese schockierenden Ereignisse fanden ihren Anfang mit einem harmlosen Ausflug, bei dem die Männer mit Stand-Up-Paddles unterwegs waren. Doch was als entspannte Tour am Montag begann, endete in einer dramatischen Suchaktion, die am Mittwoch ins Rollen kam, als die Mutter eines 27-Jährigen ihren Sohn als abgängig meldete.

Die große Suchaktion startete gegen 20:00 Uhr und wurde schnell zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Mit Unterstützung von Diensthunden, einer Drohne, der Wasserpolizei und der Feuerwehr wurde der Kanal nach den vermissten Männern abgesucht. Nach fünf Stunden wurde die Suche abgebrochen, nur um am nächsten Morgen mit frischem Elan fortgesetzt zu werden. Vom Hubschrauber aus wurden schließlich zwei Leichen in der Nähe der Seyringer Straße entdeckt – die dritte folgte kurz darauf. Die Opfer waren zwei Männer im Alter von 27 und 28 Jahren, während die Identität des dritten Mannes noch geklärt werden muss.

Ein tödlicher Unfall

Die Polizei geht derzeit von einem Unfall aus, wie der Sprecher Stefan Loidl bestätigte. Es wird vermutet, dass das Trio beim Versuch, eine Wehranlage in Gerasdorf zu durchfahren, ertrunken ist. Diese Wehranlagen sind bekanntlich entscheidende Gefahrenpunkte im Marchfeldkanal, der über eine Länge von rund 100 Kilometern das Marchfeld mit Wasser versorgt. An dieser Stelle wird das Wasser aufgestaut, und es fließen bis zu 5.000 Liter Wasser pro Sekunde – eine gewaltige Strömung, die selbst erfahrene Wassersportler überwältigen kann.

Die Betriebsgesellschaft des Marchfeldkanals warnt eindringlich vor diesen Gefahren. Das Durchfahren von Wehranlagen ist nicht nur riskant, sondern auch grundsätzlich verboten. Für die Nutzung des Gewässers mit nicht-motorisierten Booten gilt von Januar bis Mai ein Fahrverbot; erst von Juni bis Dezember ist eine Befahrung erlaubt. Leider war dies den Männern, die auf ihren Stand-Up-Paddles unterwegs waren, nicht bewusst oder sie haben die Gefahren unterschätzt.

Die Obduktion der Leichname wurde von der Staatsanwaltschaft Korneuburg angeordnet, um genauere Informationen zu den Umständen des tragischen Vorfalls zu erhalten. Die Suche nach Antworten und der Klärung der genauen Ereignisse, die zu diesem Unglück führten, hat für die betroffenen Familien und die gesamte Gemeinde oberste Priorität. In solch schweren Zeiten ist es wichtig, zusammenzustehen und den Hinterbliebenen beizustehen.

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