In Korneuburg und Umgebung stehen viele Wohnungen und Häuser leer. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Erbschaften ohne klare Nachfolgeregelung über hohen Sanierungsbedarf bis hin zu Zeitmangel oder der mangelnden Bereitschaft, einen klassischen Verkauf in Betracht zu ziehen. Hier kommt die Gross Immobilien GmbH ins Spiel, ein Unternehmen mit Sitz in Bisamberg, das sich auf den Kauf von Immobilien spezialisiert hat – unabhängig vom Zustand. Geschäftsführer Lukas Groß betont, dass viele Immobilien eine lange Leerstandszeit hinter sich haben, oft aufgrund des aufwendigen Verkaufsprozesses. Ein Umstand, der nicht nur frustrierend ist, sondern auch negative Auswirkungen auf die Nachbarschaft und den Wohnungsmarkt hat.

Das Unternehmen kauft renovierungsbedürftige, ungenutzte Immobilien oder solche, die sich in komplizierten Erbschaftssituationen befinden. Für Eigentümer in Korneuburg und Umgebung gibt es die Möglichkeit, sich unverbindlich und kostenlos beraten zu lassen. Durch die Sanierung der gekauften Objekte will Gross Immobilien einen Beitrag zur Wiederbelebung des Wohnraums leisten. Ein spannender Ansatz, der nicht nur den Leerstand bekämpfen soll, sondern auch dazu dient, die Lebensqualität in der Region zu verbessern. Diese Initiative könnte als Modell für andere Städte dienen, in denen die Probleme ähnlich gelagert sind.

Der Leerstand als gesamtgesellschaftliches Problem

Nicht nur in Korneuburg ist Leerstand ein Thema. Auch in Deutschland sieht die Situation nicht rosiger aus. Viele hochherrschaftliche und in die Jahre gekommene Villen oder Einfamilienhäuser stehen leer, oft im Besitz von Erbengemeinschaften, die diese Immobilien zu hohen Preisen anbieten oder sogar abreißen und neu bebauen wollen. Aber die Realität ist oft komplexer, denn Denkmalschutz und strenge Baugesetze stehen dem Vorhaben häufig entgegen. Ein Teufelskreis, der zu weiterem Leerstand führt.

In Hessen plant die Landesregierung ein neues Gesetz gegen spekulativen Leerstand von Wohnraum, das Bußgelder von bis zu 500.000 Euro für Eigentümer vorsieht, die ihre Immobilien ohne Genehmigung der Gemeinde länger als sechs Monate leerstehen lassen. Ausnahmen gibt es für berechtigte Fälle, laufende Sanierungen und wirtschaftlich unzumutbare Situationen. Ein Schritt, der in Korneuburg vielleicht auch sinnvoll wäre. Die Uneinigkeit innerhalb von Erbengemeinschaften führt oft dazu, dass Immobilien jahrelang leer stehen. Statistiken zeigen, dass 38% der Erbengemeinschaften sich innerhalb eines Jahres auflösen, während 25% über sechs Jahre benötigen. Das ist natürlich frustrierend, sowohl für die Eigentümer als auch für die Gemeinschaft.

Wie viele Immobilien allein in Deutschland von Leerstand bedroht sind, ist alarmierend: Mitte 2022 standen 4,3% oder 1,9 Millionen Wohnungen leer, über die Hälfte davon seit mindestens einem Jahr. Jährlich werden rund 400.000 Immobilien vererbt, 80% davon in Erbengemeinschaften. Ein Problem, das nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Dimensionen hat. Manfred Gabler von ErbTeilung schlägt vor, statt Bußgeldern Mediation und außergerichtliche Streitbeilegung zu fördern. Ein Ansatz, der möglicherweise auch in Korneuburg zu Diskussionen anregen könnte. Es bleibt zu hoffen, dass Initiativen wie die von Gross Immobilien dazu beitragen, den Leerstand in der Region zu reduzieren und die Wohnsituation für alle zu verbessern.

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