In der Region Weinviertel wird derzeit ein neues Landesklinikum geplant, das „Weinviertel Süd-West“. Dieses Krankenhaus soll die bestehenden Kliniken in Hollabrunn, Korneuburg und Stockerau ersetzen und die medizinische Versorgung in der Region erheblich verbessern. Die Bekanntgabe des Standorts für das Klinikum wird bis Ende April 2024 erwartet. In diesem Zusammenhang haben 14 Gemeinden Grundstücke für den Bau angeboten, die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie identifiziert wurden. Diese Studie soll sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung in der Standortwahl berücksichtigt werden, um eine optimale medizinische Versorgung zu gewährleisten (Kurier).

Die Entscheidung über den endgültigen Standort wird von einer Expertenkommission getroffen, die die verschiedenen Angebote nach einem Punktesystem bewertet. Der Hollabrunner ÖVP-Bürgermeister Alfred Babinsky hat den Standort am Rübenplatz, in der Nähe des Bahnhofs und der S6, favorisiert. Die Politiker aus Korneuburg setzen sich hingegen parteiübergreifend für einen Standort im Bezirk Korneuburg ein. Sie argumentieren, dass es dort einen großen Bedarf an medizinischer Versorgung gibt und der Standort auch zur regionalen Wertschöpfung sowie zur Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen würde.

Die Machbarkeitsstudie und ihre Bedeutung

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden die möglichen Standorte sorgfältig geprüft. Dabei fließen Faktoren wie die Erreichbarkeit, die Verfügbarkeit von Personal und die bestehenden medizinischen Versorgungsmöglichkeiten in die Entscheidung mit ein. Der SPÖ-Bundesrat Martin Peterl hebt hervor, dass der Bezirk Korneuburg optimal aus Wien erreichbar ist, was für viele Patienten von Vorteil sein könnte. Gleichzeitig wird der Zuzug in die Region als enorm beschrieben, was eine Weiterentwicklung der Städte Korneuburg, Stockerau und Gerasdorf erwarten lässt.

Die geplante Kapazität des neuen Klinikums umfasst rund 700 Betten und 100 ambulante Betreuungsplätze. Zudem wird das Klinikum etwa 2.300 Angestellte beschäftigen, was einen bedeutenden wirtschaftlichen Impuls für die Region darstellen würde. Neos-Landtagsabgeordnete Edith Kollermann äußert jedoch Kritik am politischen Werben um die Standorte und betont die Notwendigkeit einer fachlichen Entscheidung durch die Expertenkommission (ORF).

Ein Schritt in die Zukunft der Gesundheitsversorgung

Die geplante Errichtung des Weinviertelklinikums Süd-West ist Teil des „NÖ Gesundheitsplans 2040+“, der einstimmig beschlossen wurde. Die Niederösterreichische Landesregierung hat eine umfassende Studie zur Standortplanung genehmigt, die auch zukünftige Bevölkerungsentwicklungen und infrastrukturelle Voraussetzungen berücksichtigt. Ziel ist es, einen modernen Standort für das neue Leitspital zu schaffen, der den Anforderungen der Region gerecht wird und die medizinische Versorgung nachhaltig verbessert (Aktuelle Nachrichten).

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