Am 9. Juni 2026 fand in der Raiffeisenbank Korneuburg das Weinviertel Business Forum statt, das rund 150 Teilnehmer aus der regionalen Wirtschaft anzog. Diese Veranstaltung widmete sich einem Thema, das viele Unternehmerinnen und Unternehmer brennend interessiert: der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Unternehmensalltag. Die Fragen, die hier aufkamen, waren vielfältig. Wie kann KI tatsächlich helfen? Wohin geht die Reise? Und – ganz wichtig – welche Erfolgsfaktoren sind entscheidend für die Integration dieser Technologie?

Die Eröffnungsrede hielt DI Dr. Marcus Presich, der Bereichsleiter für Daten und Analytik der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Er bot den Zuhörern einen beeindruckenden Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand der KI und deren Anwendungsmöglichkeiten. Die Podiumsdiskussion, unter der Leitung von Rechtsanwalt Dr. Werner Borns, bot eine Plattform für Experten wie DI Dr. Marcus Presich, Mag. Michaela Benkitsch, MSc, und Steuerberater Mag. Johann Lehner, um über technologische, wirtschaftliche und organisatorische Aspekte des KI-Einsatzes zu diskutieren.

Erfolgsfaktoren für den KI-Einsatz

Ein Schlüsselaspekt der Diskussion war die Identifizierung von Erfolgsfaktoren für die Implementierung von KI in Unternehmen. Laut einer Studie des Wirtschaftsinstituts gibt es fünf zentrale Faktoren, die den Erfolg einer KI-Transformation beeinflussen. Diese Faktoren sind entscheidend, um nicht nur eine technische Integration zu erreichen, sondern auch tatsächlich Mehrwert zu schaffen. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass der Einsatz von KI nicht einfach eine Plug-and-Play-Lösung ist. Vielmehr erfordert es eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den internen Prozessen und der Unternehmenskultur.

In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert, dass laut einer Studie zur KI in Deutschland etwa 44-48 % der Unternehmen bereit sind, KI zu implementieren. Doch die Umsetzung in echte Mehrwerte bleibt eine Herausforderung. Nur 16 % der Befragten fühlen sich hinsichtlich Talentsituation gut vorbereitet, während 63 % der Führungskräfte eine starke Transformation in den nächsten drei Jahren erwarten. Das zeigt, dass es nicht nur um die Technologie selbst geht, sondern auch um die Menschen, die sie nutzen.

Die Rolle der KI in der Unternehmensstrategie

Ein weiterer Punkt, der während der Veranstaltung angesprochen wurde, ist die hohe Abhängigkeit von ausländischen KI-Anbietern. In Deutschland geben 62 % der Führungskräfte an, dass über 40 % ihrer KI-Technologien aus dem Ausland stammen. Das birgt Risiken für die digitale Souveränität, und dieser Umstand ist auch für österreichische Unternehmen relevant. Eine gesunde Balance zwischen interner Entwicklung und externen Partnerschaften ist hier gefragt.

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Aktuell konzentriert sich der Nutzen von KI häufig auf Effizienzsteigerung (66 %) und Kostensenkung (52 %). Nur 33 % der Führungskräfte berichten von schnelleren Entscheidungsprozessen durch KI. Das bedeutet, dass noch viel Raum für Verbesserungen besteht. Die Herausforderung, die Autonomie von KI in die Wertschöpfung zu überführen, verlangt nach klaren Steuerungsmechanismen, die bisher oft fehlen.

Das Weinviertel Business Forum war somit nicht nur eine Plattform für den Austausch, sondern auch ein wichtiger Schritt in die Zukunft, in der KI eine zentrale Rolle im Unternehmensalltag spielen wird. Die spannende Diskussion über die Integration von KI in die Unternehmensstrategie wird sicherlich noch lange nachwirken.

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