Heute ist der 19.06.2026, und in Lilienfeld wird ein Thema immer drängender: Die digitale Präsenz von Kindern und Jugendlichen. Immer mehr Zeit verbringen sie vor Bildschirmen, und die Auswirkungen sind nicht zu übersehen. In Familien, Schulen, Vereinen und Gemeinden spüren alle die Veränderungen. Pädagogen berichten von sinkender Konzentration und einem Rückgang des sozialen Miteinanders. Schulleiterinnen betonen, dass der bewusste Umgang mit digitalen Medien bei den Erwachsenen beginnen muss. Schließlich sind die Vorbilder gefragt!

Ein interessantes Experiment, das DOK1-Experiment, zeigt auf, dass bewusste Offline-Zeiten positive Effekte auf Schlaf, Wohlbefinden und psychische Gesundheit haben. Langeweile, so wird festgestellt, ist für Kreativität und echte Begegnungen unerlässlich. Bürgermeister Manfred Roitner hebt die Bedeutung der Sichtbarkeit und Teilhabe der Jugendlichen im Gemeindeleben hervor. Eine Jugendbefragung in Mostviertel-Mitte 2024 verdeutlicht, dass über 80% der Jugendlichen der Meinung sind, dass die ständige Online-Präsenz das echte Leben negativ beeinflusst. Fast 90% wünschen sich mehr Zeit mit Freunden – ganz ohne Smartphone-Ablenkung. Mehr dazu hier.

Ein Sommer ohne Smartphones

In diesem Kontext gibt es das Projekt „Bewusst Digital“ in der LEADER-Region Mostviertel-Mitte, das wertvolle Informationen und Tipps für Familien anbietet, um einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu fördern. Jedes Volksschulkind in der Region hat ein Erlebnisposter für „handyfreie Sommermomente“ erhalten. Ein tolles Konzept! Die Kinder können ihre Sommererlebnisse dokumentieren und in der Schule präsentieren. Das klingt nach einem aufregenden Weg, um echte Erlebnisse festzuhalten und die Fantasie anzuregen. Wer würde nicht gerne seine Abenteuer ohne digitale Ablenkung teilen?

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Laut der JIM-Studie 2025 verbringen Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren ihre Zeit von morgens bis abends mit Smartphones. Eine Mehrheit der Befragten gibt zu, mehr Zeit am Handy zu verbringen, als sie eigentlich möchten. Interessanterweise genießen 67 Prozent der Jugendlichen es, offline zu sein – ein Anstieg um 8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr!

Aber hier ist der Haken: Trotz dieser Einsicht schalten nur 36 Prozent ihr Handy regelmäßig aus, um Zeit für sich zu haben. Merkwürdig, oder? Immerhin geben 60 Prozent an, ihr Smartphone nachts meist auszuschalten oder in den Flugmodus zu versetzen. Und doch fühlen sich 30 Prozent morgens oft müde, weil sie zu lange am Handy waren. Ein Teufelskreis, der viele Jugendliche betrifft!

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Der Weg zu einem ausgewogenen Medienkonsum

Es ist klar, dass die Digitalisierung sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Während die Kinder und Jugendlichen unter dem Druck der ständigen Erreichbarkeit leiden, gibt es auch Bestrebungen, diese Problematik anzugehen. Die Anstrengungen, wie sie im Rahmen des Projektes „Bewusst Digital“ unternommen werden, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Sie sollten jedoch nicht nur auf die Kinder beschränkt bleiben. Eltern und Erwachsene müssen ebenfalls in den Prozess einbezogen werden, um als Vorbilder zu agieren und einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu fördern.

In einer Welt, in der Bildschirme allgegenwärtig sind, wird es immer wichtiger, echte Begegnungen zu schaffen und die Kunst der Langeweile neu zu entdecken. Vielleicht ist der Sommer die ideale Zeit dafür. Ein bisschen weniger Scrollen, ein bisschen mehr Erleben – das könnte der Schlüssel sein, um die Kreativität und das soziale Miteinander der jungen Generation zu stärken.

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