Im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf hat die Augenabteilung einen bemerkenswerten Schritt in die Zukunft gemacht. Sie ist die erste papierlose Abteilung der NÖ Landesgesundheitsagentur. Seit Ostern 2023 wird hier alles digital abgewickelt. Das neue Dokumentationssystem „NÖ Eye-Doc“ sorgt dafür, dass alle Abläufe für tagesklinische Patientinnen und Patienten papierlos sind. Eine echte Innovation, die den Klinikalltag erheblich vereinfachen und gleichzeitig umweltfreundlicher gestalten soll.

Die Vorteile dieser Digitalisierung sind vielfältig. Alle relevanten Unterlagen sind nun digital verfügbar und können jederzeit abgerufen werden. Dies bedeutet nicht nur, dass der administrative Aufwand deutlich reduziert wird, sondern auch, dass mehr Zeit für die direkte Patientenbetreuung bleibt. Florian Trummer, der kaufmännische Direktor, hebt die ökonomischen und ökologischen Vorteile der Digitalisierung hervor. Jährlich werden um die 50.000 Blatt Papier eingespart. Das klingt nach einer Menge! Auch der ärztliche Direktor, Prim. Dr. Ronald Zwrtek, betont die Bedeutung der lückenlosen Dokumentation für den Behandlungserfolg und die Optimierung der Ambulanzprozesse.

Fortschritt für Pflegekräfte und Patienten

Pflegedirektor Christian Pleil freut sich über die Vorteile, die sich durch den schnelleren Zugriff auf Informationen und die verbesserte interdisziplinäre Kommunikation ergeben. Es ist einfach, die Informationen schneller zu finden, was den Pflegekräften hilft, ihre Arbeit effizienter zu gestalten. Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Kollegialen Führung des Landesklinikums, der Augenabteilung und zentralen Stellen der NÖ Landesgesundheitsagentur umgesetzt. Verantwortliche sind nicht nur Pleil und Zwrtek, sondern auch Primar Sebastian Waldstein und Florian Trummer.

Ein weiterer spannender Aspekt ist, dass ab 2025 Aufklärungsgespräche auf Tablets dokumentiert werden sollen. Auch moderne Diktierfunktionen mit Spracherkennung finden ihren Platz in diesem System. Das Projekt wird nicht nur in Mistelbach, sondern auch im Landesklinikum Waidhofen/Ybbs umgesetzt, mit dem Ziel, es auf weitere Augenabteilungen in Niederösterreich auszuweiten. Es ist wirklich faszinierend zu sehen, wie die Digitalisierung die medizinische Qualität verbessern kann, indem sie übersichtliche Behandlungsverläufe und eine gezielte Analyse von Wartezeiten ermöglicht.

In einer Zeit, in der die Digitalisierung in allen Lebensbereichen voranschreitet, ist es erfrischend zu sehen, wie auch im Gesundheitswesen mutige Schritte unternommen werden. Die Augenabteilung in Mistelbach setzt ein Zeichen – nicht nur für die Region, sondern für ganz Österreich. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Veränderungen auf die Patientenerfahrungen auswirken werden und ob andere Abteilungen diesem Beispiel folgen.

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